Lage und Einordnung
Hohberg ist eine Einzellage in Lörzweiler in Rheinhessen. Sie gehört zum Bereich Nierstein und zur Großlage Sankt Alban. Das Weinlagenverzeichnis 2024 führt die Lage im Lörzweiler Bezirk unter dem Weinlagencode 720920 mit einer Fläche von 41,0 Hektar.
Relief und Böden
Die Lage befindet sich auf etwa 155 bis 180 Metern über dem Meeresspiegel und ist nach Süden bis Südosten ausgerichtet. Rund 90 Prozent des Geländes sind hügelig, etwa 10 Prozent flach. Der Name Hohberg verweist auf die höchste Erhebung des umliegenden Höhenzugs.
Der Boden wird als Löss-Pararendzina mit tiefgründigem, fruchtbarem Lehm und tonigem Schluff beschrieben. Weitere Angaben nennen Löss und sandigen Lehm. Die Böden weisen eine hohe pflanzenverfügbare Wasserspeicherkapazität, gute Durchlüftung, gute Durchwurzelbarkeit und ein hohes Wachstumspotenzial auf.
Rebsorten und Weine
Für den Hohberg ist Grauburgunder dokumentiert. Historische und kommerzielle Belege nennen außerdem Silvaner, darunter einen Silvaner Spätlese des Jahrgangs 1959 und einen Silvaner Eiswein von 2004. Für 2015 ist ein Lörzweiler Hohberg Rosenmuskateller Weißherbst Spätlese dokumentiert.
Das regionale Terroirprofil verbindet die Weine mit Aromen von gelben Früchten, Apfel, Pfirsich, Birne und Zitrusfrüchten. Beschrieben werden zudem eine schlanke, erfrischende Struktur, eine sanfte Säure und ein mittlerer Körper. Belegt sind sowohl trockene als auch süße Prädikatsweine.
Historischer Bezug
Die Mainzer Stiftsstiftungen St. Stephan, Liebfrauen und St. Johannis besaßen nach Angaben der Gemeinde Lörzweiler früher Felder und Weinberge im Hohberg.