Lage und Einordnung
Die Höll ist eine rechtlich eingetragene Weinbergslage im Ortsteil Obereisenheim der Gemeinde Eisenheim in der Weinbauregion Franken. Sie liegt oberhalb von Obereisenheim an der Volkacher Mainschleife und zieht sich an den Hängen über dem Maintal entlang.
Relief und Böden
Die Weinberglandschaft steigt vom Maintal zum höheren fränkischen Plateau an. Zur Höll gehören auch steile Weinbergsabschnitte. Während in Eisenheim Muschelkalk und Lettenkeuper als wichtigste Weinbergsböden genannt werden, wird die Höll lokal besonders mit Muschelkalk in Verbindung gebracht.
Anbau und Weine
Die Lage wird von mehreren Weinbaubetrieben in der Gemeinde Eisenheim bewirtschaftet. Aus der Obereisenheimer Höll sind sowohl Weiß- als auch Rotweine dokumentiert, darunter Silvaner, Müller-Thurgau, Bacchus, Riesling, Weißburgunder, Spätburgunder und Domina.
Rechtliche und historische Bezüge
Das bayerische Weinbergregister führt die Höll für Eisenheim-Untereisenheim und Eisenheim-Obereisenheim im Bereich Volkacher Mainschleife und in der Großlage Kirchberg. Obereisenheim ist zudem der Ort der ältesten dokumentierten Erwähnung des Silvaners in Franken: Am 5. April 1659 wurden von dort 25 Silvaner-Reben nach Castell gesandt.