Lage und Geschichte
Obereisenheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Eisenheim im Landkreis Würzburg in Bayern. Der Ort liegt direkt am Main, am Beginn der Volkacher Mainschleife, nahe dem Übergang zu den Landkreisen Kitzingen und Schweinfurt. Erstmals wurde die Siedlung 788 als Isanesheim in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Fulda erwähnt. Bis zum Zusammenschluss mit Untereisenheim am 1. Mai 1978 war Obereisenheim eine selbstständige Marktgemeinde.
Weinbau und Weinlagen
Obereisenheim gehört zum fränkischen Weinbaugebiet. Die Weinlage Höll erstreckt sich oberhalb des Ortes in Richtung Main und umfasst südostwärts ausgerichtete Steillagen. Für die Weinberge rund um Eisenheim werden Muschelkalk und Lettenkeuper als prägende Böden genannt; die Obereisenheimer Höll ist dem Muschelkalk zugeordnet.
Rebsorten und Weinstil
In Obereisenheim werden unter anderem Silvaner, Müller-Thurgau, Bacchus, Perle, Morio Muskat, Kerner, Ortega, Schwarzburgunder und Acolon angebaut. Silvaner ist zudem historisch mit dem Ort verbunden: Am 5. April 1659 wurden 25 Silvanerreben von Obereisenheim nach Castell übertragen. Aus der Obereisenheimer Höll sind sowohl trockene als auch halbtrockene Weiß- und Rotweine dokumentiert.