Lage und Einordnung
Eichberg ist eine gesetzlich gelistete Einzellage im badischen Weinbaugebiet, Bereich Breisgau. Die Lage ist mit Denzlingen, Glottertal und Heuweiler verbunden und erstreckt sich westwärts durch das Glottertal. Zu den genannten Teilbereichen zählen unter anderem Rinzberg, Engelberg, Schlossberg, Düschenberg, Wisserberg, Einbollen, Föhrental und Heuweiler.
Landschaft und Klima
Die Rebflächen liegen an den südlichen Ausläufern des Schwarzwalds und umfassen nach Süden bis Südwesten ausgerichtete Parzellen. Im Glottertal reichen die Weinberge bis auf etwa 500 Meter Höhe, die Hangneigung beträgt bis zu 70 Grad. Das lokale Klima ist durch rund 2.000 Sonnenstunden und 1.000 Millimeter Jahresniederschlag geprägt. Warmluft aus der Rheinebene erzeugt eine thermische Zirkulation im Tal, während abendliche Kaltluft aus dem Schwarzwald zur Frische der Reben und Weine beiträgt.
Böden und Bewirtschaftung
Die dokumentierten Böden bestehen aus verwittertem Granit-Gneis. Für den Eichberg werden außerdem tiefgründige, humusreiche Böden beschrieben. Wegen der steilen Hänge ist nur wenig mechanisierte Arbeit möglich; im 68 Hektar großen Weinbaugebiet Glottertal werden etwa 90 Prozent der Arbeiten von Hand ausgeführt.
Rebsorten und Weinstile
Für Weine mit der Bezeichnung Eichberg sind Spätburgunder, Grauburgunder, Weißburgunder, Riesling und Sauvignon Blanc dokumentiert. Die Weine werden als trockene Rot- und Weißweine ausgebaut, darunter trockener Spätburgunder und trockener Grauburgunder. Beschrieben sind frische, mineralische Ausprägungen sowie weichere und samtigere Weine aus den tiefgründigen Böden. Ein dokumentierter Eichberg-Grauburgunder wurde im Barrique ausgebaut. Der Weinbau im Glottertal ist seit 1585 belegt; 1951 gründeten 13 Winzer die Glottertäler Winzergenossenschaft.