Lage und Geologie
Der Andreasberg ist eine Monopollage direkt oberhalb des Weinguts Schloss Ortenberg an den Schwarzwaldhängen bei Ortenberg in Baden. Die Weinberge liegen auf etwa 200 bis 300 Metern Höhe und sind überwiegend nach Südwesten ausgerichtet. Das lokale Klima wird von der südwestlichen Lage, dem angrenzenden Schwarzwald und dem wärmeren Rheintal geprägt.
Boden und Bewirtschaftung
Die Reben wachsen auf verwittertem Granitgestein sowie auf Böden aus der Verwitterung kristalliner Gesteine. Der Andreasberg befindet sich im alleinigen Besitz des Weinguts Schloss Ortenberg und wird dort seit dem 15. Jahrhundert bewirtschaftet. Der Betrieb gibt an, seine Weinberge ökologisch zu bewirtschaften und die Trauben für seine Weine selektiv von Hand zu lesen.
Geschichte und Einordnung
Das Weinbergsgelände wurde 1407 der St.-Andreas-Stiftung gestiftet. Das Weingut bezeichnet dieses Ereignis als Grundlage seiner späteren Weingutsgeschichte. Ortenberger Andreasberg wird vom Weingut als St.-Andreas-Lagenwein in der Kategorie „Erstes Gewächs“ geführt.
Weine und Ausbau
Dokumentierte Andreasberg-Weine werden aus Riesling, Grauburgunder, Weißburgunder und Spätburgunder gekeltert und sind trocken ausgebaut. Das Weingut beschreibt sie als frisch und mineralisch; die Granitverwitterungsböden tragen dabei zu einem ausgeprägten mineralischen Charakter bei. Für den Ausbau kommen Holzgefäße zum Einsatz, darunter ein 500-Liter-Holzfass für Riesling, ein 1.200-Liter-Holzfass für Weißburgunder sowie Holzfassausbau für Grauburgunder. Ein Weißburgunder aus der Andreasberg-Teillage In der Steingrube reift in neuen Eichenholz-Tonneaux.