Lage und Einordnung
Der Ameisenberg ist eine rechtlich eingetragene Einzellage in Sankt Goar. Er gehört zur Großlage Burg Rheinfels, zum Bereich Loreley und zur Weinbauregion Mittelrhein. Die Lage ist in den Katasterbereichen Sankt Goar und Werlau dokumentiert; für beide Bereiche weist das Weinlagenverzeichnis jeweils weniger als einen Hektar bestockte Rebfläche aus. Die Weinlagennummer lautet 320201.
Topografie und Boden
Der Ameisenberg liegt an den steilen Hängen des Gründelbach-Tals, etwa 300 bis 500 Meter vom Rhein entfernt und auf rund 85 bis 140 Metern über dem Meeresspiegel. Die Ausrichtung wird als südöstlich beschrieben, für die Hänge werden etwa 30 bis 60 Prozent Neigung angegeben. Ein Erzeugerdokument nennt für Ameisenberg und Frohwingert bis zu 70 Prozent sowie eine südsüdöstliche Ausrichtung.
Das geologische Fundament bilden devonische Schiefer mit darüberliegenden Lössablagerungen. Der Boden wird als toniger Schutt über Schiefergestein beschrieben; genannt werden außerdem leichter toniger Schieferverwitterungsboden aus den Singhofen-Formationen und lehmiger Schutt über dem Schieferuntergrund.
Rebsorte und Weinstil
Für den St. Goarer Ameisenberg ist Riesling dokumentiert. Ein Lagenwein aus alten Reben wird als saftig und feinmineralisch mit Fruchtcharakter beschrieben. Ein weiterer als Ameisenberg ausgewiesener Riesling wird als süßer Prädikatswein Spätlese mit frischer Säure abgefüllt.
Name und Bewirtschaftung
Der Lagenname ist seit dem 14. Jahrhundert in der Form „ame Ameysberg“ belegt. Die Bewirtschaftung umfasst wiederholte manuelle Arbeiten im Weinberg, darunter Laubarbeiten, Ertragsreduzierung oder Selektion, Sortierung und die Handlese zum optimalen Zeitpunkt.