Lage und Landschaft
Württemberg ist eine deutsche Weinbauregion östlich des Rheins und Badens. Sie reicht vom Taubertal bis zu den Ausläufern der Schwäbischen Alb. Die Weinberge konzentrieren sich vor allem am Neckar sowie in den Tälern von Enz, Rems, Kocher, Jagst und Tauber. Auch an den Ufern des Bodensees wird Weinbau betrieben.
Klima und Böden
Milde Temperaturen, der Schutz durch Schwarzwald und Schwäbische Alb sowie die ausgleichende Wirkung der Flusstäler prägen das Klima. Ein erheblicher Teil der Weinberge liegt an steilen Hängen. Zu den Böden zählen Muschelkalk, Keuper, Mergel, Löss und Lehm. Das Württembergische Unterland am mittleren Neckar gilt als Kerngebiet, südlich davon liegt Remstal-Stuttgart.
Rebsorten und Weinstile
2025 umfasste die Rebfläche 10.694 Hektar mit 210 erfassten Einzellagen. Rote Rebsorten machten 63 Prozent der Anpflanzungen aus; wichtige Sorten sind Trollinger, Lemberger, Spätburgunder und Schwarzriesling. Der Rotweinanbau belegte 6.721 Hektar. Riesling ist die bedeutendste weiße Rebsorte, ergänzt durch Müller-Thurgau und Kerner. Eine Spezialität Württembergs ist Schillerwein, der aus roten und weißen Trauben verschnitten wird.
Weinbau und Bezeichnung
Viele Württemberger Weinbaubetriebe bewirtschaften kleine Rebparzellen und liefern ihre Ernte traditionell an die nächstgelegene Winzergenossenschaft. In der Region arbeiten mehr als 50 Winzergenossenschaften; sie vermarkten etwa 80 Prozent der Weine. Zwischen Lauffen am Neckar und Ingersheim untersucht ein staatlich unterstütztes Projekt internationale und neu gezüchtete Rebsorten im terrassierten Steillagenweinbau. Württemberg ist als geschützte Ursprungsbezeichnung für Wein eingetragen. Die Bezeichnung Schillerwein ist auf Trauben aus dem bestimmten Anbaugebiet Württemberg beschränkt; „Steillage“ beziehungsweise „Steillagenwein“ setzt einen Hang mit mindestens 30 Prozent Neigung voraus.