Lage und Landschaft
Königheim ist eine Gemeinde im Tauberfranken im Nordosten Baden-Württembergs und gehört damit zum Weinbaugebiet Baden. Zum Gemeindegebiet zählen Königheim, Gissigheim, Brehmen und Pülfringen. Es umfasst große Teile des Königheim-Tals mit schmalen Wiesenauen und zahlreichen kleinen Schluchten. Nach Norden steigt das Tal zu von Wellenkalk gebildeten Höhenzügen an.
Geologische Grundlagen
Gissigheim, Brehmen und Pülfringen liegen auf der Muschelkalkhochfläche der Heckfelder Höhe. In der Nähe von Buch am Ahorn befindet sich eine Lettenkeuper-Insel. Die Böden der höheren Wasserscheiden bestehen aus kalkverwitternden Lehmen mit dünner Lössauflage.
Weinbau in Königheim
Der Weinbau ist in Königheim seit mehr als 900 Jahren dokumentiert. Die Weinbergslagen konzentrieren sich vor allem in Siedlungsnähe und an südwestlich ausgerichteten Hängen; zugleich finden sich zahlreiche Spuren einer früher größeren Rebfläche. Im Ortsteil Gissigheim gibt es etwa 100 Hektar Weinberge. Alte Trockenmauern und charakteristische Steinriegel prägen die traditionellen Weinbaulandschaften.
Rebsorten und historische Entwicklung
Als in Königheim angebaute Rebsorten werden Riesling, Silvaner und Müller-Thurgau genannt. Königheim gehört zum Tauberfranken, wo Rivaner, Riesling und Schwarzriesling zu den führenden Sorten zählen. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden größere Mengen Königheimer Wein in Frankfurt verkauft. Nach dem Auftreten der Reblaus und anderer Krankheiten ging der Weinbau zurück; viele Reben wurden von den steilen Muschelkalkhängen und vom Kirchberg entfernt. Zu den dokumentierten Weinbergslagen der Gemeinde zählt außerdem der Gützenberg.