Lage und Landschaft
Eichstetten liegt am östlichen Rand des Kaiserstuhls in Baden-Württemberg, in der Oberrheinebene zwischen Schwarzwald und Vogesen. Die Gemeinde erstreckt sich von etwa 198 bis 520 Metern Höhe; höchste Erhebung ist die Eichelspitze. Das langgestreckte Tal umfasst bewaldete Hänge, Weinbergterrassen und tiefer gelegene Bereiche an Dreisam, Mühlbach und Altwasser.
Klima und Böden
Eichstetten liegt in einem besonders warmen und sonnenreichen Teil Deutschlands. Die Weinbergslandschaft verbindet vulkanisches Ausgangsgestein mit Löss und lössbürtigen Böden. Am Kaiserstuhl können Lössablagerungen regional eine Mächtigkeit von etwa 30 Metern erreichen; im Herrenbuck liegt kalkhaltiger Löss über Böden aus der Verwitterung vulkanischen Gesteins.
Weinbau
Auf einer Gemeindefläche von 1.231 Hektar entfallen ungefähr 363 Hektar auf Weinberge. Der Herrenbuck ist eine eingetragene Einzellage innerhalb der Großlage Vulkanfelsen im Bereich Kaiserstuhl. Die nach Süden und Südosten ausgerichteten Terrassen werden unter anderem mit Spätburgunder, Grauburgunder, Weißburgunder, Müller-Thurgau, Riesling, Muskateller, Scheurebe, Chardonnay, Sauvignon Blanc und ausgewählten pilzwiderstandsfähigen Sorten bepflanzt. Beschreibungen der Lage verbinden die Kombination aus Vulkan- und Lössboden mit frischen, fruchtbetonten Weißweinen sowie vollmundigem, fruchtgeprägtem Spätburgunder. Für einen dokumentierten Herrenbuck-Grauburgunder werden trockener Ausbau, dunkler Lösslehmboden mit Tonanteilen sowie eine konzentrierte, strukturierte Art genannt.
Geschichte
Eichstetten ist erstmals 737 unter dem Namen Eistat in einer mit der Abtei Murbach verbundenen Urkunde belegt. Archäologische Zeugnisse umfassen außerdem einen römischen Gutshof und einen merowingerzeitlichen Friedhof. 1416 kam der Ort unter badische Herrschaft, 1418 erhielt er das Marktrecht. Eine amtliche Bekanntmachung von 2023 ordnete das Flurstück 10919 der Einzellage Herrenbuck und der Großlage Vulkanfelsen zu.