Lage und Landschaft
Beilstein liegt im südlichen Teil des Landkreises Heilbronn in Baden-Württemberg, etwa 40 Kilometer nördlich von Stuttgart. Die Stadt befindet sich an den Ausläufern der Löwensteiner Berge und umfasst einen Teil des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald. Das Landschaftsbild ist durch Weinberge, Streuobstwiesen und bewaldete Hügel mit deutlichen Höhenunterschieden geprägt.
Weinbau und Böden
Beilstein gehört zur Weinbauregion Württemberg und verfügt über rund 200 Hektar Rebfläche. Die Weinberge liegen überwiegend auf Keuperformationen mit tonreichen, mineralhaltigen Böden. In höheren Lagen oberhalb der Burg und am Schmidbach finden sich außerdem verwitterte Sandsteinböden.
Rebsorten und Weinstile
Zu den wichtigsten roten Rebsorten zählen Trollinger, Lemberger und Spätburgunder. Bei den weißen Sorten steht Riesling an erster Stelle, gefolgt von Grauburgunder, Weißburgunder und Müller-Thurgau. Weitere dokumentierte Rebsorten sind Traminer, Muskattrollinger, Cabernet- und Merlot-Sorten sowie pilzwiderstandsfähige Neuzüchtungen. Silvaner war früher bedeutend, ist heute jedoch nahezu verschwunden. Erzeugt werden trockene und süße Weine, darunter Riesling, Lemberger, Spätburgunder, Trollinger und Burgundersorten sowie Spezialitäten aus Traminer und Muskattrollinger.
Weinlagen und Weinbaugeschichte
Eine schriftliche Erwähnung des Beilsteiner Weinbaus stammt aus dem Jahr 1338; seit 1694 dokumentiert die Weinchronik fortlaufend die Qualität einzelner Jahrgänge. Der Schlosswengert in Hohenbeilstein ist als VDP.GROSSE LAGE® klassifiziert. Die süd- bis südostexponierte Lage weist Gipskeuper- und Bunte-Mergel-Böden, Höhen von etwa 270 bis 340 Metern und Hangneigungen von 10 bis 57 Prozent auf. Der Steinberg besitzt rote, wärmespeichernde Keuper- und Mergelböden; für ihn sind naturnahe Bewirtschaftung, reduzierte Erträge und ein Reihenabstand von etwa 2,9 Metern dokumentiert. Im Wartberg stehen Trollinger, Lemberger, Riesling und Burgundersorten.