Lage und Landschaft
Grünstadt liegt im Pfalz-Gebiet im Landkreis Bad Dürkheim und umfasst die Stadtteile Asselheim und Sausenheim. Die Stadt befindet sich am Übergang zwischen Haardtrand, Pfälzerwald, nördlicher Oberrheinebene und Rheinhessischem Tafel- und Hügelland.
Klima und Böden
Die windgeschützte Lage im Lee der Haardt bringt warme Sommer und milde Winter. Das Relief reicht vom weinbergbestandenen Haardtrand bis zum Eistal, dessen freiliegender Buntsandstein bis zu etwa 50 Meter über den Talboden ansteigt. Im Stadtgebiet finden sich unter anderem Buntsandstein, Ton, Mergel, Kalkstein, Löss und quartäre Flusssedimente.
Weinbau und Weinlagen
Der Weinbau prägt die Nutzung und Kulturlandschaft Grünstadts. Der Höllenpfad führt durch die Einzellagen Bergel und Röth in Grünstadt sowie durch Hütt und Honigsack im Stadtteil Sausenheim. Auch der Klostergarten in Sausenheim ist als Einzellage der Höllenpfad-Gruppe dokumentiert. Die Lagen gehören zur Großlage Höllenpfad im Weinbaugebiet Pfalz.
In der örtlichen Weinkultur sind unter anderem Riesling und Dornfelder belegt. Dokumentiert sind außerdem trockener Riesling und feinherber Portugieser-Rosé.
Geschichte der Kulturlandschaft
Der Weinbau in der klimatisch geschützten Gegend ist nachweislich seit der Römerzeit etabliert. Grünstadt wurde 875 erstmals als „Grinstat“ erwähnt, Asselheim bereits 756 und Sausenheim 770. Maßnahmen zur Flurbereinigung und landwirtschaftlichen Intensivierung veränderten die Weinbergs- und Ackerlandschaft; spätere Maßnahmen wirkten dieser Vereinfachung teilweise entgegen.