Weinort an der Mittelmosel
Enkirch ist ein Weinort an der Mittelmosel. Das Gemeindegebiet gehört zur Naturlandschaft der Mittelmosel im Moselschiefergebirge, das von Hunsrück und Eifel geprägt ist.
Geschichte des Weinbaus
Die erste urkundliche Erwähnung stammt vom 1. April 733 unter dem Namen Anchiriacum; 908 wurde der Ort als Ancaracha genannt. Seit dem 11. Jahrhundert gehörte Enkirch zur Grafschaft Sponheim und erhielt 1248 Stadt- und Marktrechte sowie eine eigene Gerichtsbarkeit. 15 ehemalige kirchliche und gräfliche Weingüter belegen die frühe Bedeutung als Weinstandort.
Steile Lagen und Schiefer
Der Steffensberg ist eine 70 Hektar große, vollständig nach Süden ausgerichtete Lage mit bis zu etwa 70 Prozent Gefälle. Die südexponierte Ausrichtung begünstigt die Sonneneinstrahlung und die Erwärmung des Bodens. Der Herrenberg liegt südlich von Enkirch und weist reinen Devonschiefer auf. Der angrenzende Zeppwingert ist sehr trocken und erreicht ebenfalls Hangneigungen von etwa 70 Prozent. In der Ellergrub wechseln sich feuchte Mulden und trockene Terrassen ab; die Hänge erreichen dort etwa 75 Prozent. Der nach Süden ausgerichtete Monteneubel wird als Lage mit guter Bodenfeuchtigkeit beschrieben.
Weinkulturelles Erbe
Die steilen Weinberge und Terrassen werden seit vielen Jahrhunderten überwiegend mit Riesling bewirtschaftet. Der Steffensberg ist vor allem mit Riesling bepflanzt und wird mit zarten, feinfruchtigen Weinen verbunden. Der Zeppwingert steht für feinherbe Weine im charakteristischen Moselstil, während die Ellergrub für trockene Weine geeignet ist. Historische, in Schiefergestein geschlagene Weinkeller gehören zur Weinlandschaft und dienen der Reifung. Zum jährlichen Weinbergsjahr zählen Rebschnitt, Anbinden, Aufbinden und Weinlese.