Der Name der Lage "Ungeheuer" geht zurück auf den Familiennamen eines ehemaligen Deidesheimer Stadtschreibers. Die südöstliche Hangneigung bewirkt eine rasche Erwärmung des vulkanischen Basaltgesteins, die dichten Ton- und Sandschichten sorgen für den optimalen Wasserhaushalt und die Aufnahme von Mineralien. Die Lage gilt als die üppigste der Forster Spitzenlagen und besticht mit einer überbordenden Komplexität, gestützt von einer perfekten Säurestruktur. Die kräftige Mineralität ist es, die diesen Wein zu einem wahren Erlebnis.
| Alkohol | 12,5 % | |
| Jahrgang | 2013 | |
| Volumen | 0.75l | |
| Weingut | Weingut Dr. Bürklin-Wolf | |
| Rebsorte | Riesling | |
| Lage | Ungeheuer | |
| Ort | Forst | |
| Anbaugebiet | Pfalz | |
| Land | Deutschland | |
| Eingelagert | 12.10.2022 |
Die Weinlage Ungeheuer liegt oberhalb von Forst in der Pfalz. Sie befindet sich in mittlerer Hanglage zum Haardtrand auf etwa 125 bis 180 Metern Höhe. Der nach Osten bis Südosten ausgerichtete Hang weist eine Neigung von bis zu 30 Prozent auf; teilweise wird die Lage auch als flach mit Süd- und Südostexposition beschrieben.
Die Lage ist vor Westwinden geschützt. Dies wird mit einer früheren Blüte und einem früheren Reifezeitpunkt als in anderen Lagen verbunden. Die Weinberge von Forst gelten zudem als besonders mild.
Die Böden umfassen verwitterten Buntsandstein, Lehm- und Kalkanteile sowie kalkhaltigen Schotter. Stellenweise kommt vulkanischer Basalt vor. Nach der VDP-Beschreibung ermöglichen diese Bodenbestandteile sowohl Wasserspeicherung als auch die Erschließung mineralischer Elemente durch die Reben.
Für die klassifizierte VDP-Lage ist Riesling als einzige Rebsorte aufgeführt. Im größeren Weinbauareal Ungeheuer werden nach Angaben der Gemeinde außerdem Scheurebe und Riesling angebaut.
Weine aus dem Ungeheuer werden als feinfruchtig, mineralisch, reich und vollmundig beschrieben. Als Fruchtnoten werden Pfirsich, Aprikose und Ananas genannt. Bei geeigneten Wetterbedingungen können auch natürlich süße Weine entstehen.
Ungeheuer ist als VDP.GROSSE LAGE® klassifiziert. Die VDP-Klassifikation umfasst eine Fläche von 35 Hektar und führt Riesling als klassifizierte Rebsorte; die Gemeinde beschreibt das größere Weinbauareal mit 29 Hektar.
Der VDP nennt für die Lage den Spitzenlagenstatus der bayerischen Bodenklassifikation von 1828. Die Bezeichnung Forster Ungeheuer wird dort mit dem Deidesheimer Amtmann Johann Adam Ungeheuer und dem Jahr 1699 verbunden. Die Gemeinde führt den Namen auf die bereits 1460 belegte Form „Ungehuwer“ zurück.
Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf liegt in Wachenheim an der Weinstraße in der Pfalz in Deutschland. Die Weinberge befinden sich in den Mittelhaardt-Gemeinden Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg. Die Familientradition des Weinguts reicht nach eigenen Angaben bis ins Jahr 1597 zurück. Bettina Bürklin-von Guradze übernahm das Gut 1990 und führte eine an das Burgund angelehnte Klassifizierung der Weinlagen ein.
Die Rebfläche umfasst rund 84,70 Hektar. Mit etwa 82 Prozent dominiert Riesling, ergänzt durch rund 6 Prozent Spätburgunder, 7 Prozent Pinot Blanc und 5 Prozent weitere Rebsorten. Die gesamte Rebfläche wird seit 2005 biodynamisch bewirtschaftet; die dafür verwendeten Präparate stellt das Weingut selbst her.
Die interne Lagenklassifikation berücksichtigt geologische und klimatische Erkenntnisse und orientiert sich am Klassifikationsprinzip des Burgunds sowie an der königlich-bayerischen Weinlagenklassifikation von 1828. Zu den genannten Böden und Gesteinen zählen Lehm, Sand, Basalt sowie Lehm- und Kalksteinschutt. In den Forster Weinbergen finden sich vulkanischer Basalt sowie dichte Lehm- und Sandschichten. Die nach Südosten ausgerichtete Hanglage des Forster Kirchenstücks begünstigt eine rasche Erwärmung des Basaltgesteins.
Der Schwerpunkt liegt auf trockenen Rieslingen der Kategorien VDP.GUTSWEIN, VDP.ORTSWEIN, VDP.ERSTE LAGE und VDP.GROSSE LAGE. Die Ortsweine stammen ausschließlich aus klassifizierten Weinbergen in Forst, Deidesheim, Ruppertsberg und Wachenheim; der Gutsriesling ist eine Cuvée aus Rieslingparzellen dieser vier Gemeinden. Daneben entstehen Weine aus Spätburgunder und Pinot Blanc. Die G.C.-Rieslinge werden mit Wildhefen vergoren und ausschließlich in großen Holzfässern ausgebaut, die P.C.-Rieslinge mit Wildhefen vergoren und in großen Holzfässern gelagert. Für den Gutsriesling des Jahrgangs 2024 sind eine selektive Handlese gesunder, vollreifer Trauben und eine schonende Pressung dokumentiert.