Lage und Klima
Das Weingut Kollwentz Römerhof liegt in der Hauptstraße 120 in Großhöflein im Burgenland in Österreich. Die Weinberge befinden sich an den südlichen und südöstlichen Hängen des Leithagebirges. Sie sind vom pannonischen Klima mit heißen, trockenen Sommern, kalten Wintern und einem langen, milden Herbst geprägt. Die Höhenlagen und nahegelegene Waldflächen sorgen für ein kühleres Mikroklima, während der Neusiedler See temperaturausgleichend wirkt.
Lagen und Böden
Die Weinberge reichen von etwa 170 Metern Seehöhe am Fuß des Leithagebirges bis zu 325 Metern in der Lage Gloria. Ried Tatschler liegt in einem windgeschützten Becken östlich von Großhöflein auf etwa 200 bis 250 Metern und weist kristallinen Primärfels mit flach darüberliegendem Kalk sowie Schiefer-Braunerden mit etwa 9 bis 18 Prozent Kalkanteil auf. Ried Steinmühle befindet sich auf einer Terrasse über der Wulka und enthält Quarzgeröll, das auch als Flintstein oder Silex bezeichnet wird. In Ried Setz prägen kalkreiche Böden den Standort.
Bewirtschaftung und Weine
Das Weingut bewirtschaftet rund 25 Hektar Rebfläche mit Bodenpflege, Begrünung und intensiver Handarbeit. Es setzt nach eigenen Angaben keine Botrytizide, Insektizide oder Herbizide ein und liest vollständig reife, gesunde Trauben selektiv von Hand. Angebaut werden unter anderem Blaufränkisch, Chardonnay, Zweigelt, Cabernet Sauvignon, Sauvignon Blanc und Pinot Noir. Zu den dokumentierten Weinen zählen der trockene Rotweincuvée Steinzeiler aus Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon und Zweigelt, die trockenen Einzellagen-Chardonnays Tatschler und Gloria sowie der trockene Sauvignon Blanc Steinmühle.
Ausbau und Geschichte
Weiße, rote und süße Weine reifen für etwa sechs bis 30 Monate in Eichenfässern; auf Eichenchips, zugesetzte Tannine und Amphoren wird verzichtet. Tatschler und Gloria werden zwölf Monate auf der Feinhefe in kleinen französischen Eichenfässern und anschließend sechs Monate im Edelstahl ausgebaut. Steinmühle reift sieben Monate auf der Feinhefe in großen alten österreichischen Eichenfässern. Die Riednamen Steinzeiler, Tatschler, Gloria, Dürr, Point, Katterstein und Setz sind in amtlichen Aufzeichnungen aus den Jahren 1569 und 1570 dokumentiert.