Lage und Landschaft
Das Burgenland ist das östlichste Bundesland Österreichs. Im nördlichen Burgenland gehört Großhöflein zum politischen Bezirk Eisenstadt-Umgebung. Der Bezirk ist rechtlich Teil des Weinbaugebiets Leithaberg.
Böden, Klima und Weinberge
Die Großhöfleiner Weingärten ziehen sich an den südlichen und südöstlichen Hängen des Leithagebirges über eine schmale Ebene bis zum aus der Wulkaebene aufragenden Föllig. Sie liegen etwa zwischen 170 und 325 Metern Seehöhe. Die tieferen Lagen bis ungefähr 200 Meter sind überwiegend dem Rotwein gewidmet, während oberhalb davon vor allem Weißwein angebaut wird.
Das Gebiet ist vom pannonischen Klima mit heißen, trockenen Sommern und kurzen, schneearmen Wintern geprägt. Der Neusiedler See wirkt als Wärmespeicher und mildert Temperaturschwankungen. Die geologische Grundlage bilden kristalliner Gneis und Glimmerschiefer, die von verfestigtem tertiärem Leithakalk überlagert werden. In den Weinbergsböden finden sich verwittertes Gestein, sandiger Lehm, Schiefer und Muschelkalk.
Rebsorten und Weinstil
Bei den roten Rebsorten dominieren Blaufränkisch und Zweigelt; in kleineren Flächen stehen Cabernet Sauvignon Blanc, Sankt Laurent und Blauer Burgunder. Zu den wichtigsten weißen Sorten zählen Chardonnay, Weißer Burgunder, Neuburger und Welschriesling. Sauvignon Blanc, Gewürztraminer und Muskat Ottonel sind ebenfalls als lokale Spezialitäten dokumentiert. Die Weine werden überwiegend trocken, fruchtig und als Sortenweine ausgebaut. Die Rotweine gelten als vollmundig und kraftvoll.
Der Weinbau in der Gegend reicht dokumentiert bis in die Römerzeit zurück. Die Großhöfleiner Weingärten wurden erstmals 1569 im Forchtensteiner Gutsregister erwähnt; viele der dort verzeichneten Riednamen sind weiterhin gebräuchlich.
Leithaberg DAC
Leithaberg-DAC-Weine müssen ausschließlich aus Trauben des Weinbaugebiets Leithaberg hergestellt werden und die Anforderungen an österreichischen Qualitätswein erfüllen. Rotwein wird aus Blaufränkisch erzeugt, Weißwein aus Weißem Burgunder, Chardonnay, Neuburger, Grünem Veltliner oder einer Cuvée dieser Sorten. Die Weine müssen trocken sein; roter Leithaberg DAC darf weniger als 2,5 Gramm unvergorenen Zucker je Liter enthalten.
Roter Leithaberg DAC reift in Holzfässern und kann ab dem 1. Mai des zweiten Jahres nach der Ernte zur staatlichen Prüfnummer eingereicht werden. Für weißen Leithaberg DAC ist dies ab dem 1. Mai des auf die Ernte folgenden Jahres möglich. Das sensorische Profil wird als dicht, würzig, elegant und mineralisch mit wenig oder kaum wahrnehmbarem Holz sowie fruchtigen, würzigen und frischen Aromen beschrieben. Die Weine müssen in Glas abgefüllt werden; Gebinde mit 1,0 oder 2,0 Litern und Kronkorken sind nicht zulässig.