Lage und Höhenstufen
Großhöflein liegt im Burgenland. Die Weinberge erstrecken sich an den Süd- und Südosthängen des Leithagebirges, über eine schmale Ebene und bis zum aus der Wulkaebene aufragenden Föllig. Sie reichen von etwa 170 bis 325 Metern Seehöhe und werden als die höchsten Weinlagen im nördlichen Burgenland beschrieben. In den südlichen Leithaberglagen herrschen pannonische Luft- und Klimabedingungen, die dem Weinbau zugutekommen.
Böden und Rebsorten
Die Weinregion Leithaberg ist von Leithakalk und Schiefer geprägt. Der Leithakalk entstand in einem früheren flachen Meeresbereich. In Großhöflein werden rote Rebsorten überwiegend zwischen 170 und 200 Metern Seehöhe angebaut, während oberhalb von 200 Metern weiße Sorten vorherrschen. Zu den wichtigen roten Sorten zählen Blaufränkisch und Zweigelt, bei den weißen Sorten Chardonnay, Weißburgunder, Neuburger und Welschriesling. Sauvignon Blanc, Gewürztraminer und Muskat Ottonel gelten als weitere lokale Spezialitäten.
Lage Gloria
Die Gloria liegt an einem südostexponierten Hang auf 300 bis 325 Metern Seehöhe. Ihr kalkhaltiger, felsiger Braunerdeboden weist einen sehr hohen Kalkanteil auf; unter einer etwa 30 bis 40 Zentimeter mächtigen Oberbodenschicht beginnt das Kalkgestein. Die Ausrichtung sorgt für frühe Erwärmung am Morgen und ein rasches Abtrocknen der Beeren. Der angrenzende Wald wirkt kühlend, wodurch die Trauben langsam reifen und die Erträge niedrig bleiben. Die mit Chardonnay bepflanzte Lage wurde erstmals 1570 urkundlich erwähnt.
Weinbau und Weinstil
Die Weinberge von Großhöflein wurden erstmals 1569 im Forchtensteiner Herrschaftsregister dokumentiert; zahlreiche historische Riedennamen sind bis heute in Gebrauch. Die Weine sind überwiegend trocken, fruchtbetont und meist sortenrein. Die roten Weine werden als vollmundig und kraftvoll beschrieben. Der Betrieb Kollwentz bewirtschaftet 25 Hektar, arbeitet mit Bodenpflege und Begrünung sowie arbeitsintensiver Rebenpflege und erntet vollständig reife, gesunde Trauben selektiv von Hand. Für den Gloria Chardonnay sind zwölf Monate Reifung in kleinen französischen Eichenfässern auf der Hefe und anschließend sechs Monate auf der Feinhefe im Edelstahltank dokumentiert; der Ertrag beträgt 30 Hektoliter je Hektar.