Lage und Einordnung
Die Steingrube ist eine amtlich eingetragene Einzellage im Katasterbezirk Westhofen. Sie gehört zur Teilregion Wonnegau und zur Großlage Bergkloster in Rheinhessen. Die Weinberge beginnen direkt am Ortsrand und liegen zwischen Kirchspiel, Brunnenhäuschen und Morstein.
Topografie und Böden
Die nach Osten, Südosten und Süden ausgerichteten Flächen liegen auf etwa 90 bis 240 Metern Höhe und weisen Neigungen von rund 10 bis 35 Prozent auf. Eine weinbauliche Beschreibung verortet die Lage auf etwa 140 bis 180 Metern und beschreibt sie als südexponiert. Der Untergrund besteht aus Tonmergel mit Kalk sowie aus Kalkgestein oder Kalkfels unter einer dünnen Schicht aus sandigem Lehm, Ton und Lehm. Dokumentiert sind außerdem Löss-Pararendzina und kalkhaltiger Tonboden (Terra rossa).
Klima und Rebsorten
Die Südexposition und der steinige Untergrund schaffen ein lagenspezifisches Mikroklima mit hohem Reifepotenzial; die Lage wird zudem als windgeschützt beschrieben. Als klassifizierte Rebsorten sind Spätburgunder, Riesling, Chardonnay und Weißer Burgunder aufgeführt. Sauvignon Blanc wird ebenfalls in der Steingrube angebaut. Mit der Lage werden mineralische Rieslinge sowie Burgundersorten verbunden.
Geschichte und Weinrecht
Der Name ist seit 1295 als „dicto stheingrube“ belegt und verweist auf einen früheren Steinbruch. Im Weinlagenregister des Landes Rheinland-Pfalz trägt die Steingrube die Nummer 730118 und umfasst im Register von 2024 eine bestockte Fläche von 148,3 Hektar. Der VDP klassifiziert die Westhofener Steingrube als VDP.ERSTE LAGE mit einer klassifizierten Fläche von 67,00 Hektar.