Lage und Einordnung
St. Julianenbrunnen ist eine offiziell eingetragene Einzellage im Katasterbezirk Guntersblum. Sie gehört zur Großlage Krötenbrunnen und zum Bereich Nierstein im Qualitätsweinanbaugebiet Rheinhessen.
Höhenlage und Boden
Die Weinlage liegt in einer Höhe von etwa 85 bis 90 Metern über dem Meeresspiegel. Der dokumentierte Bodentyp ist Sand beziehungsweise Rigosol. Der tiefgründige, kalkhaltige Sandboden entstand aus während der Eiszeiten abgelagertem kalkhaltigem Staub und Sand.
Der Boden ist gut durchlüftet, für Wurzeln sehr gut durchlässig und besitzt eine nur mäßige Fähigkeit, pflanzenverfügbares Wasser zu speichern. Seine Erwärmbarkeit wird als mäßig bis gut beschrieben, die Nährstoffversorgung als im Allgemeinen ausreichend.
Weinstil
Das Bodenprofil wird mit fruchtbetonten Weinen, einer vergleichsweise weichen Säure und einer dichten Struktur verbunden. Nach der Reife können Ausgewogenheit und Komplexität entstehen. Der Boden gilt als eher für Rotwein als für Weißwein geeignet.
Name und Flächendaten
Der Name der Weinlage leitet sich vom Julianenbrunnen im Guntersblumer Kellerweg ab, der örtlich auch Giljebrunne genannt wird. Im Weinlagenregister Rheinland-Pfalz mit Stand vom 15. Oktober 2024 ist St. Julianenbrunnen unter der Lagenummer 720515 mit 37,7 Hektar bestockter Rebfläche verzeichnet.