Lage und Bezeichnung
St. Johännser ist eine dokumentierte Weinbergbezeichnung bei Markgröningen im Weinbaugebiet Württemberg. Als Einzellage ist Sankt Johännser der Großlage Schalkstein im bestimmten Württembergischen Weinbaugebiet zugeordnet.
Landschaft und Geologie
Die Weinbaulandschaft um Markgröningen umfasst sonnenexponierte Hänge mit terrassierten Weinbergen und Trockenmauern. Für die Gegend ist Muschelkalk, darunter Oberer Muschelkalk, dokumentiert. An den Steilhängen kommen flachgründige, trockene Böden vor; Muschelkalk wurde auch für die Trockenmauern der Weinberge verwendet.
Klima und Bewirtschaftung
Markgröningen weist ein mildes Klima mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von etwa 9 °C und einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von etwa 650 mm auf. Die Weinbergsflächen von St. Johännser sind überwiegend kleinparzelliert. Der Weinbau wurde dort historisch zu einem großen Teil von Nebenerwerbswinzern betrieben. Dokumentiert sind außerdem Pflanzenschutzkontrollen und Laubarbeiten; für die Fruchtzone wurde ein früher, kräftiger Laubschnitt empfohlen.
Geschichte und Weine
Der Name St. Johännser geht auf eine dem heiligen Johannes geweihte Kapelle zurück, die bis etwa zum 16. Jahrhundert in den Weinbergen stand. Unter der Bezeichnung wurden Riesling als Qualitätswein, Lemberger Weißherbst sowie ein roter Verschnitt aus Trollinger und Lemberger dokumentiert.