Lage · Rheinhessen

Schützenhütte

Lage und Einordnung

Die Dolgesheimer Schützenhütte ist eine offiziell ausgewiesene Einzellage im Katasterbezirk von Dolgesheim. Sie gehört zum Bereich Nierstein und zur Großlage Krötenbrunnen in Rheinhessen. Die amtliche Lagenummer lautet 720506; die Rebfläche umfasst laut Weinlagenverzeichnis 2024 insgesamt 75,9 Hektar.

Böden

In der Lage kommen kalkhaltiger Tonmergel als Pelosol sowie lössbürtige Pararendzina vor. Der Mergel entstand aus kalkhaltigen Ablagerungen des Tertiärmeers und ist tiefgründig, nährstoffreich und stark kalkhaltig, weist jedoch eine eingeschränkte Durchlässigkeit und Durchlüftung auf. Die aus kalkhaltigem, eiszeitlichem Flugstaub entstandene Pararendzina wird als tiefgründig, fruchtbar, kalkhaltig und gut durchwurzelbar beschrieben.

Name und Weinbaugeschichte

Der Name Schützenhütte verweist auf eine Hütte als Unterstand oder auf eine Feldhüterhütte. Der Weinbau in Dolgesheim ist erstmals im Jahr 789 n. Chr. dokumentiert; diese historische Angabe bezieht sich auf den Ort und nicht auf das Alter der Einzellage.

Belegte Weine

Aus der Schützenhütte sind Weine mit Spätburgunder, Chardonnay, Grauburgunder und Huxelrebe dokumentiert. Ein Spätburgunder ist als trockener Qualitätswein aus Rheinhessen belegt und reifte mindestens zwölf Monate in kleinen Holzfässern. Dokumentierte Weine aus Chardonnay und Grauburgunder wurden im Edelstahl ausgebaut. Für die Dolgesheimer Weinberge des Weinguts Seck sind zudem ökologischer Weinbau ohne Herbizide, organische Nährstoff- und Humusgaben, Begrünung jeder Rebzeile sowie schonender Rebschnitt, Laubarbeiten und Traubenausdünnung beschrieben.

Orte
Dolgesheim
Anbaugebiet
Rheinhessen

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Rheinhessen