Lage · Württemberg

Schmecker

Lage und historische Bezeichnung

Schmecker ist eine namentlich bezeichnete Weinbergslage, ein Gewann, im Katastergebiet von Weikersheim. Der Name ist bereits im historischen Katasterkartenbestand von 1833 verzeichnet. Die kartierte Weinbergsfläche liegt nahe dem Wartturm und dem SV Weikersheim.

Boden und Landschaft

Die Weinbergslage gehört zu den historischen Muschelkalk-Weinberglandschaften und bietet Ausblicke auf das Vorbach- und das Taubertal. Die Gemeinde Weikersheim weist Muschelkalk als Boden des Schmecker aus. Eine historische weinbauliche Erhebung beschreibt zudem schweren Lehm und eine Düngung mit Stallmist.

Rebsorten und Weinstile

In der historischen Erhebung ist eine gemischte Pflanzung aus Sylvaner und Gutedel dokumentiert. Für Schmecker bezeichnete Weine sind außerdem Müller-Thurgau, Chardonnay, Traminer, Blanc de Noir, Tauberschwarz, Acolon, Zweigelt, Spätburgunder, Sauvignon Blanc und Samtrot belegt. Öffentliche Weinlisten führen trockene, halbtrockene und feinherbe Ausprägungen, darunter trockenen Tauberschwarz, halbtrockenen Müller-Thurgau und feinherben Traminer.

Historische Bedeutung

Eine Beschreibung des Oberamts Mergentheim von 1880 zählt den Schmeckerwein zu den gefragteren Tauberweinen; ein großer Teil wurde außerhalb des Gebiets verkauft. Auch in einer historischen Darstellung der fürstlichen Weinberge Weikersheims wird Schmecker als eine der etablierten Weinbauflächen des frühen 18. Jahrhunderts genannt.

Anbaugebiet
Württemberg

Ausgewählte Weine

Wein aus Deutschland