Lage und Einordnung
Sankt Georgen ist eine rechtlich festgelegte Einzellage in der Gemeinde und Gemarkung Partenheim im Bereich Bingen und in der Großlage Abtey von Rheinhessen. Die Rebfläche umfasst 55,5 Hektar. Die Weinberge liegen auf etwa 185 bis 240 Metern Höhe und sind nach Osten bis Süden ausgerichtet.
Böden
Dokumentiert sind Löss über Pararendzina sowie Kalkstein über Rendzina. Der Löss entstand als kalkhaltiger, während der Eiszeiten abgelagerter Windstaub. Er bildet tiefe, kalkhaltige, lehmige und wasserspeichernde Böden mit guter Durchwurzelbarkeit. Der Kalkstein wird als tertiäre Meeresablagerung im Zusammenhang mit kalkhaltigen Algenriffen beschrieben. Die daraus entstandenen Rendzina-Böden sind flach bis mäßig tief, sehr kalkhaltig, steinig und sandig-lehmig, speichern weniger pflanzenverfügbares Wasser und begrenzen die Durchwurzelung stärker.
Weinstil
Parzellen auf Löss und Pararendzina werden mit gelbfruchtigen Aromen sowie Noten von Apfel, Pfirsich, Birne und Zitrus verbunden. Sie zeigen eine moderate Säure, eine mittelkräftige Struktur und einen früh zugänglichen Stil. Die Kalkstein- und Rendzina-Parzellen stehen für Zitrus, Apfel und Stachelbeere, die sich zu Mango und Passionsfrucht entwickeln können. Hinzu kommen ausgewogene Säure sowie mineralische und kreidige Noten; der strukturiertere Stil kann in der Jugend verschlossen wirken.
Historischer Name
Die Weinlage ist für das Jahr 1419 unter dem Namen Sankt Georgen Pfad dokumentiert. Bereits in der Mitte des 14. Jahrhunderts stand dort eine dem heiligen Georg gewidmete Kapelle.