Lage · Pfalz

Leisböhl

Lage und Einordnung

Leisböhl ist eine Einzellage in der Gemeinde Haßloch in der Weinbauregion Pfalz. Die Weinlage liegt am nordwestlichen Ortsrand südlich der Autobahn A 65, am Übergang vom Haardtrand zur Oberrheinebene.

Böden und Rebfläche

Die Gemeinde Haßloch beschreibt Leisböhl als Lage mit einheitlicher Bodenstruktur. Das wurde als Grundlage für die Anerkennung lagentypischer Weine angeführt. Im amtlichen Weinlagenverzeichnis 2024 sind 22,8 Hektar bestockte Rebfläche verzeichnet.

Rebsorten und Weinstile

Aus Haßlocher Leisböhl sind unter anderem Portugieser, Dornfelder, Weißburgunder und Gänsfüßer dokumentiert. Die Weine umfassen weiße, rote und roséfarbene Varianten sowie Blanc de Noir, Eiswein, Secco und weitere Schaum- oder Perlweinprodukte. Die Rebflächen wurden in einem kommunalen Planungsdokument überwiegend dem Weißweinanbau zugeordnet, etwa zu zwei Dritteln gegenüber einem Drittel Rotwein.

Geschichte und Weinrecht

Haßloch ist bereits zum 31. Dezember 773 als Weinbaugemeinde in den Weißenburger Urbaren belegt. Leisböhl wurde 1972 teilweise als weinbauwürdig anerkannt; 2007 entstand der Vorschlag, die Lage als eigenständige Einzellage auszuweisen. Die Bezeichnung Leisböhl für die registrierten Parzellen wurde am 11. November 2008 rechtlich genehmigt. Seit dem Jahrgang 2008 ist damit die Herkunftsbezeichnung „Haßlocher Leisböhl“ möglich. Im Weinlagenverzeichnis ist die Lage unter der Nummer 820522 in der Großlage Hofstück, Bereich Mittelhaardt/Deutsche Weinstraße, geführt.

Orte
Haßloch
Anbaugebiet
Pfalz

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Pfalz