Lage und Name
Pfeddersheimer Kreuzblick ist eine Einzellage im Stadtteil Pfeddersheim von Worms in Rheinhessen. Die Lage gehört zum Wonnegau und zur Region Liebfrauenmorgen und liegt zwischen Kriegsheim und Pfeddersheim. Ihr Name geht auf den Blick von einem Wegkreuz zurück.
Böden und Weincharakter
In der Lage kommen Löss über Pararendzina sowie Kies, Sand und Lehm als Rigosol vor. Der Lössboden ist kalkhaltig, tiefgründig, lehmig und wasserspeichernd. Der von Kies, Sand und Lehm geprägte Boden ist steinig und durchlässiger, in trockenen Jahren jedoch anfälliger für Trockenstress. Mit den Löss- und Pararendzina-Böden werden fruchtbetonte, frische und vergleichsweise leichte Weißweine verbunden; die Kies-Sand-Lehm-Böden stehen für festere, strukturiertere Weine sowie eine Tendenz zu Burgundersorten und Rotweinstilen.
Rebsorten und Bewirtschaftung
Für eine experimentelle Rieslingparzelle ist eine Pflanzung aus dem Jahr 2000 auf 5BB-Unterlage dokumentiert. Der Reihenabstand beträgt 1,80 Meter, der Rebenabstand 1,05 Meter, die Pflanzdichte liegt bei etwa 5.259 Reben je Hektar. Chardonnay ist ebenfalls als Wein aus dem Pfeddersheimer Kreuzblick dokumentiert.
Das Weingut Pfannebecker bewirtschaftet seine Weinberge einschließlich Kreuzblick mit Rebschnitt von Hand, Laubarbeiten und einer Traubenselektion bei der Lese nach Richtlinien des ökologischen Landbaus.
Historischer Bezug und Ausbau
Weingut Pfannebecker errichtete 1960 seinen heutigen Hof am Ortsrand von Pfeddersheim in der Lage Kreuzblick. Damit war eine Entwicklung vom gemischten landwirtschaftlichen Betrieb hin zum Weinbau verbunden. Der dokumentierte Pfeddersheimer Kreuzblick Chardonnay von Goldschmidt wird spontan vergoren, im Holz ausgebaut und unfiltriert abgefüllt.