Lage und Klima
Karthäuser ist eine Weinbergslage in Volkach-Astheim in der Weinbauregion Franken, gelegen in der Volkacher Mainschleife. Die Lage weist ein warmes lokales Mikroklima auf. Die klassifizierten Parzellen befinden sich auf etwa 190 bis 220 Metern Höhe, sind nach Süden ausgerichtet und haben eine Hangneigung von ungefähr 10 bis 30 Prozent.
Böden und Bepflanzung
Die klassifizierten Parzellen verfügen über Muschelkalkmergel mit fluviatilen Sanden. Die lockeren Böden können Wasser speichern. Eine von Weingut Rudolf Fürst bewirtschaftete Karthäuser-Parzelle wird mit magerem, felsigem weißem Muschelkalk und Terrassenschotter beschrieben und weist eine gute Drainage auf. Dort wurden Neuanlagen mit bis zu 17.000 Reben je Hektar angelegt.
Rebsorten und Weine
Für die klassifizierte Lage sind Silvaner und Weißburgunder dokumentiert. Astheimer Karthäuser Silvaner wird als trockener deutscher Qualitätswein aus Franken geführt; jüngere Beispiele weisen etwa 12 bis 13 Prozent Alkohol auf. In einer von Weingut Rudolf Fürst bewirtschafteten Parzelle ist Chardonnay dokumentiert, der dort im burgundischen Stil ausgebaut wird.
Name und Einordnung
Der Name geht auf das ehemalige Karthäuserkloster Marienbrück in Astheim zurück, das 1409 von Erkinger von Seinsheim gegründet wurde. Karthäuser ist für Astheim in der bayerischen Weinbergsrolle als zugelassene geografische Weinbergsbezeichnung verzeichnet. Der VDP klassifiziert die Lage in Volkach als VDP.GROSSE LAGE®; die klassifizierte Fläche beträgt 11,56 Hektar, als klassifizierte Rebsorte ist Weißburgunder angegeben.