Lage und Einordnung
Der Leistadter Kalkofen ist eine Weinbergslage in Bad Dürkheim in der Pfalz. Die hoch gelegene, sehr kühle Lage befindet sich auf einem Hochplateau in etwa 230 bis 240 Metern Höhe und ist nach Südosten ausgerichtet. Der VDP klassifiziert sie als VDP.ERSTE LAGE®.
Böden und Landschaft
Die Böden bestehen aus Kalkstein mit lehmiger Oberbodenschicht. Innerhalb der Lage liegt das markante Kalksteinriff Felsenberg, das aus einem früheren tropischen Meer stammen soll. Das Areal umfasst nach touristischen Angaben rund 30,4 Hektar; die vom VDP klassifizierte Fläche beträgt 26,19 Hektar.
Reben und Bewirtschaftung
Als klassifizierte Rebsorte wird Spätburgunder angegeben. Riesling gilt als für die kühlen Bedingungen geeignet; außerdem wird eine gemischte Bepflanzung mit Sylvaner, Riesling und Traminer beschrieben. Die Lage besteht aus kleinen Parzellen mit zahlreichen kleinen Kalksteinen und ist ohne Flurbereinigung erhalten geblieben.
Weine und Name
Die Rieslinge aus dem Leistadter Kalkofen werden mit milder Säure in Verbindung gebracht. Ein Spätburgunder aus der Lage wird als elegant und zart beschrieben. Für diesen Wein werden unter anderem Handlese, eine zweite Sortierung, Vergärung mit natürlichen Hefen in Holzgebinden sowie der Ausbau in französischen Barriques genannt. Der Name Kalkofen verweist auf das frühere Brennen von weißem Kalkstein zu Kalk.