Lage und Landschaft
Der Käsberg ist eine benannte Weinbergslage in Mundelsheim im Weinbaugebiet Württemberg. Die Lage ist mit dem Neckartal verbunden und erstreckt sich in Richtung Hessigheim. Von der Käsbergkanzel bietet sich ein Blick auf die Neckarschleife.
Terrassen und Standort
Die steilen, terrassierten Hänge steigen etwa 100 Meter aus der Talsohle des Neckars an. Sie sind nach Süden bis Südosten ausgerichtet, liegen auf etwa 190 bis 280 Metern Höhe und weisen eine Hangneigung von 40 bis 70 Prozent auf. Zahlreiche Natursteinmauern aus Trockenmauerwerk prägen die amphitheaterartige Landschaft. Der dokumentierte Boden besteht aus Muschelkalk.
Die südexponierten Hänge sind windgeschützt und erhalten eine starke Sonneneinstrahlung. Reflektionen des Neckars sollen die Lichtwirkung auf die Reben zusätzlich verstärken.
Bewirtschaftung und Wein
Wegen der Steilheit werden die Käsbergweinberge weiterhin von Hand und nicht mit üblicher Weinbautechnik bewirtschaftet. Die Trauben der südexponierten Steillagen werden im Herbst von Hand gelesen. Für die Lage ist Trollinger dokumentiert; mit ihr ist der Wein „Mundelsheimer Käsberg Trollinger“ verbunden.
Der Käsbergkeller verarbeitet die Trauben der Mundelsheimer Wengerter seit mehr als 100 Jahren gemeinschaftlich. Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter führt einen 1,93 Hektar großen Teil des Mundelsheimer Käsbergs für Trollinger als VDP.ERSTE LAGE®.
Geschichte und Erhalt
Die Terrassen und Trockenmauern des Käsbergs wurden über mehrere Jahrhunderte von aufeinanderfolgenden Generationen von Weinbauern errichtet und erhalten. Der Käsberg ist als bedeutendes Naturdenkmal und als Kulturlandschaft in Württemberg dokumentiert. Für den Namen Käsberg sind mehrere Erklärungen überliefert; eine davon wird 1837 dem Weinexperten Johann Philipp Bronner zugeschrieben.