Lage und Einordnung
Kachelberg ist eine Einzellage im Qualitätsweinbaugebiet Rheinhessen, Bereich Bingen und Großlage Adelberg. Das Weinlagenregister ordnet sie der Gemeinde Wörrstadt und der Gemarkung Rommersheim zu. Sie trägt die Weinlagennummer 710227; für die Gemarkung Rommersheim sind 98,2 Hektar bestockte Rebfläche verzeichnet.
Landschaft und Böden
Die Lage befindet sich westlich von Wörrstadt oberhalb des Neuborn-Schwimmbads und ist mit der Bezeichnung Rommersheimer Kachelberg verbunden. Sie liegt etwa 150 bis 235 Meter über dem Meeresspiegel; die Hangrichtungen wechseln von Nord bis Nordwest.
Dokumentiert sind kalkhaltiger Tonmergel als Pelosol sowie lössgeprägte Pararendzina. Der tiefgründige, stark kalkhaltige und nährstoffreiche Pelosol weist Quellton, eingeschränkte Drainage und Durchlüftung, mittlere Erwärmung sowie eine erschwerte Durchwurzelung auf. Die Pararendzina ist tiefgründig, fruchtbar und kalkhaltig und verfügt über eine gute pflanzenverfügbare Wasserspeicherung, ausreichende Durchlüftung, gute Durchwurzelbarkeit und ein hohes Wachstumspotenzial.
Dokumentierte Weine
Aus dem Wörrstadter Kachelberg sind Riesling, Spätburgunder, Cabernet Sauvignon und Satin Noir dokumentiert. Ein trockener Kachelberg-Riesling wird als fein strukturiert, kräutrig und mineralisch beschrieben und spontan mit weinbergseigenen Hefen vergoren. Der trockene Spätburgunder wird mit dichter, beeriger und runder Art sowie Löss-, Kalk- und Tonböden verbunden. Cabernet Sauvignon und Satin Noir sind als trockene, strukturierte und vollmundige Rotweine dokumentiert.
Name
Der Name geht auf den Flurnamen Kachelberg zurück. Eine stadtgeschichtliche Darstellung verortet die Weinlage in der Fortsetzung der Rommersheimerstraße und bringt den Flurnamen möglicherweise mit dort gefundenen Keramikscherben in Verbindung.