Lage und Einordnung
Das heutige Pesterwitzer Jochhöhschlößchen liegt in Pesterwitz, einem Ortsteil von Freital in Sachsen. Es befindet sich auf den sonnigen Südhängen des Pesterwitzer Höhenzugs zwischen Elbtal und Erzgebirge, oberhalb des Weißeritztals. Weinrechtlich ist Jochhöhschlösschen als Einzellage der Gemeinde beziehungsweise dem Ortsteil Pesterwitz zugeordnet und gehört zur Großlage Dresdner Elbhänge.
Boden und Geschichte
Der dokumentierte Weinbergsboden ist ein (Norm-)Pseudogley aus umgelagertem, kiesführendem Lehm aus Sandstein, Lösslehm und Syenit über periglazialem, syenitischem Kies-Sand. Bis in einen Meter Tiefe weist er eine nutzbare Feldkapazität von 153 Millimetern auf. Die topografisch bedingte Strahlungsmehrung beträgt 2.051 Kilowattstunden je Quadratmeter.
Weinbau in Pesterwitz ist seit 1552 belegt. Der historische Weinberg am Jochhöhschlößchen wurde um 1900 durch die Reblaus zerstört. Der heutige Weinberg wurde 1986 an einem anderen Standort neu angelegt, wobei die historische Bezeichnung erhalten blieb.
Bewirtschaftung und Rebsorten
Die 8,4 Hektar große Anlage wird seit 1998 von Gut Pesterwitz bewirtschaftet. Angebaut werden Bacchus, Müller-Thurgau, Riesling, Goldriesling, Weißburgunder, Solaris, Helios, Scheurebe, Dornfelder und Regent. Riesling aus den sonnigsten Bereichen wird schonend von Hand gelesen.
Weinstile und Ausbau
Das Weingut erzeugt Weiß-, Rosé- und Rotweine. Dokumentiert sind trockener Riesling, eine halbtrockene weiße Cuvée, Regent Weißherbst, roter Regent und Rosé-Secco. Der Ausbau erfolgt im Familienweingut Schuh in Sörnewitz. Für den Rosé-Secco werden Regent-Trauben zunächst zu Regent Weißherbst verarbeitet und anschließend als Secco ausgebaut.