Lage · Rheinhessen

Hungerbiene

Lage und Einordnung

Die Hungerbiene ist eine Einzellage im Katastergebiet von Gundheim in Rheinhessen. Sie gehört zur Großlage Bergkloster im Bereich Wonnegau und umfasst 23 Hektar. Die Lage befindet sich auf etwa 140 bis 150 Metern Höhe, ist nach Süden ausgerichtet und besteht zu rund 65 Prozent aus Hanglage sowie zu 35 Prozent aus flachen Bereichen.

Boden

Der Standort ist vor allem durch Löss-Pararendzina geprägt, die aus während der Eiszeiten abgelagertem kalkhaltigem Staub entstand. Der Boden wird als tiefgründiger, fruchtbarer und kalkhaltiger Lehm mit tonigem Schluff beschrieben. Er verfügt über eine gute pflanzenverfügbare Wasserspeicherung, ausreichende Durchlüftung und gute Bedingungen für die Durchwurzelung; außerdem ist sandiger Lehm als Bestandteil dokumentiert.

Rebsorten und Weinstil

In der Hungerbiene sind Grauburgunder, Silvaner und Huxelrebe dokumentiert. Die Weine werden mit Aromen von gelben Früchten, Apfel, Pfirsich, Birne und Zitrus verbunden. Ihr Profil gilt als schlank und erfrischend, mit moderater Säure, mittlerer Struktur und früher Trinkreife.

Name und Geschichte

Im 19. Jahrhundert wurde die Lage unter dem Namen „auf der Hungerbühne“ geführt. Die Bezeichnung „Hungerbiene“ wird wahrscheinlich volksetymologisch mit „Hungerborn“ in Verbindung gebracht, einer Quelle oder einem Brunnen, der leicht austrocknen kann.

Orte
Gundheim
Anbaugebiet
Rheinhessen

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Rheinhessen