Lage und Böden
Der Hopfenberg liegt im Katastralbezirk Großvargula an der Unstrut in der Saale-Unstrut-Region. Die Rebfläche befindet sich an einem nach Süden ausgerichteten Hang des Unstruttals. Der Boden wird als kalkhaltig beschrieben; die Standortangaben nennen Lösslehm über Buntsandstein und Muschelkalk sowie roten Tonstein des Unteren Buntsandsteins. Zum 31. Dezember 2024 umfasste die offiziell aufgeführte Fläche 0,7350 Hektar.
Reben und Wein
Die wichtigste dokumentierte Rebsorte ist Regent. Sie wurde 2001 auf der gesamten Weinbergsfläche gepflanzt. Aus Regent entsteht der trockene Rotwein Mons lupi. Aus dem von Falschem Mehltau und Kirschessigfliegen beeinträchtigten Jahrgang 2017 wurde außerdem ein Rosé erzeugt.
Geschichte und Bewirtschaftung
Der Weinbau in Großvargula reicht örtlich mindestens bis etwa 1300 zurück. Der heutige Weinberg wurde 1954 angelegt, um 2000 reaktiviert und im Frühjahr 2001 neu bepflanzt. Die erste Ernte der neuen Pflanzung erfolgte im Oktober 2003. Der Rebschnitt findet im Februar oder März statt. Bewässert wird von Hand, ein Bewässerungssystem gibt es nicht. Nicht für die Weinbereitung geeignete Trauben werden selektiv entfernt; die Lese erfolgt manuell unter Beteiligung von Freiwilligen und Studierenden.
Klima und Ausbau
Am Standort treten Nebel im Unstruttal und in feuchten Jahren eine hohe Luftfeuchtigkeit auf. Trockenheit kann die Beerengröße und das Rebenwachstum verringern. Die Trauben werden in Bad Sulza verarbeitet und dort nach den Angaben zum Weinbau der Gemeinde von Andreas Klaus abgefüllt. Der gesetzlich anerkannte Einzellagenname lautet Hopfenberg mit Großvargula als zugehöriger Gemeinde; in aktuellen Weinlagenangaben wird die Form Großvargulaer Hopfenberg verwendet.