Lage · Rheinhessen

Homberg

Lage und Einordnung

Der Homberg ist eine deutsche Einzellage in der Gemeinde Bechtolsheim. Er gehört zur Großlage Petersberg und zum Bereich Nierstein in Rheinhessen. Die Rebfläche umfasst 62 Hektar. Die Höhenlage reicht von etwa 160 bis 245 Metern; die Ausrichtung dreht sich von Osten nach Norden.

Böden

Zu den dokumentierten Böden zählen tiefgründiger, kalkhaltiger und tonreicher Mergel beziehungsweise Pelosol aus kalkhaltigen Ablagerungen des Tertiärmeers. Dieser Boden weist quellfähigen Ton, eine eingeschränkte Wasserführung und Durchlüftung, einen hohen Nährstoffgehalt sowie eine erschwerte Durchwurzelbarkeit auf. Daneben kommt Löss-Pararendzina aus während der Eiszeiten abgelagertem kalkhaltigem Staub vor. Sie ist fruchtbar, tiefgründig und kalkhaltig, besteht aus tonigem Schluff und verfügt über eine gute Wasserspeicherung und Durchwurzelbarkeit.

Weine

Aus dem Bechtolsheimer Homberg sind Weine aus Scheurebe, Müller-Thurgau, Grünem Silvaner, Grauem Burgunder, Dornfelder und Regent dokumentiert. Das Spektrum umfasst trockene, feinherbe und fruchtige Weine sowie Rotweine und eine Rotweincuvée. Ein trockener Grüner Silvaner wird als ausgewogen und elegant mit Apfel- und Birnenaromen beschrieben. Ein trockener Regent reifte im Barrique und wird mit Vanillenoten und einer vollmundigen Textur beschrieben. Der Dornfelder ist ein Qualitätswein b.A. mit vollmundigem Charakter sowie Noten von Schwarzer Johannisbeere und Sauerkirsche.

Name und Geschichte

Die Weinlage ist für das Jahr 1501 unter der Bezeichnung „uff dem homberge“ dokumentiert. Der Name Homberg gilt als Verkürzung und Anpassung von „Hohenberg“ im Sinn von „hoher Berg“. Die dokumentierten Weine werden als Qualitätswein b.A. geführt; die Lage selbst ist als Einzellage im Bereich Nierstein klassifiziert.

Anbaugebiet
Rheinhessen

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Rheinhessen