Lage und Topografie
Der Höllenpfad ist eine Weinbergslage bei Roxheim im Anbaugebiet Nahe. Die nach Süden ausgerichtete, 150 bis 200 Meter hoch gelegene Lage weist eine Hangneigung von 15 bis 65 Prozent auf und liegt in einem abgeschiedenen Seitental der mittleren Nahe.
Boden und Anbau
Der geologische Untergrund besteht aus rotem Sandstein. Der daraus entstandene, kalkhaltige Verwitterungsboden ist gut entwässernd und wärmespeichernd. Die südliche Ausrichtung, die Steilheit und der Boden begünstigen eine gute Wärmeaufnahme und Erwärmung der Weinberge. Die klassifizierte Rebfläche umfasst 34,59 Acres. Im Anbau stehen Riesling und Spätburgunder; für den Riesling werden 10 bis 40 Jahre alte Reben und ein Ertrag von etwa 45 Hektolitern je Hektar dokumentiert.
Wein und Ausbau
Der Riesling vom Roxheimer Höllenpfad wird als trocken beschrieben. Er zeigt würzige Fruchtaromen, eine ausgeprägte, feine Säure und einen pfeffrigen Charakter, der mit dem roten Sandstein verbunden wird. Die selektive Handlese erfolgt zu 100 Prozent. Nach der Lese wird schonend gepresst; die Gärung und Reifung erfolgen in traditionellen großen Holzfässern und Edelstahltanks.
Name und Klassifikation
Höllenpfad ist ein alter Weinbergsname. Die Bezeichnung „Hölle“ wird als mögliche Anspielung auf die steile Hanglage und die markante rote Farbe des Sandsteins erklärt. Der Roxheimer Höllenpfad ist vom VDP als VDP.ERSTE LAGE® klassifiziert; diese VDP-Klassifikation ist nicht im deutschen Weinrecht geregelt.