Lage · Rheingau

Hölle

Lage und Topografie

Hölle ist eine Weinlage in Hochheim am Main in der Weinbauregion Rheingau. Sie erstreckt sich von der Westseite des historischen Ortsbereichs hangabwärts in Richtung Main. Die südexponierte Lage liegt etwa 90 bis 110 Meter über dem Meeresspiegel. Die Hangneigung beträgt typischerweise 15 bis 30 Prozent, erreicht im oberen Bereich bis zu 32 Prozent und flacht zum Main hin auf ungefähr 6 Prozent ab.

Klima und Böden

Der Taunus schützt die Weinlage vor kalten oder ungünstigen Wetterlagen aus nördlichen Richtungen. Der nahe Main trägt während der Vegetationsperiode zur Temperaturmilderung und Wärme bei. Die Böden bestehen aus tertiären Sedimenten, Tonmergel, Löss und Lösslehm. In Bereichen mit Einfluss der Mainterrassen kommen sandige und kiesige Bestandteile vor. Wasserführende Schichten aus unterirdischen Abflüssen des Taunus treten örtlich als Quellen oder Quellhorizonte zutage.

Rebsorte und Weinstile

Riesling ist die wichtigste Rebsorte der Lage und als VDP-Rebsorte klassifiziert. Der VDP führt Hölle als VDP.GROSSE LAGE®, wobei es sich um eine VDP-Klassifikation und nicht um eine Kategorie des deutschen Weinrechts handelt. Dokumentierte Weine der Hochheimer Hölle umfassen trockenen Riesling sowie Kabinett, Spätlese, Auslese und Trockenbeerenauslese.

Geschichte und dokumentierter Jahrgang

Die Lage ist seit dem 13. Jahrhundert belegt. Im Jahr 1273 wurde Hochheim einschließlich Hölle vom Kölner Domkapitel an das Mainzer Domkapitel übertragen. Der Name Hölle wird vom mittelhochdeutschen Begriff Halde für Hang oder Abhang hergeleitet. Ein dokumentierter Hölle-Riesling des Jahrgangs 2024 vom Weingut Künstler ist trocken, weist 1,9 Gramm Restzucker und 6,8 Gramm Säure je Liter auf und reifte in Edelstahl sowie im großen Holzfass; 30 Prozent entfielen auf den Anteil aus dem großen Fass.

Anbaugebiet
Rheingau

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Rheingau