Lage · Mittelrhein

Hölle

Lage und Einordnung

Hölle ist eine rechtlich eingetragene Einzellage im Niederhammersteiner Gemarkungsbezirk von Hammerstein. Sie gehört zum Weinbaugebiet Mittelrhein, zum Bereich Loreley und zur Großlage Burg Hammerstein. Das Weinlagenverzeichnis 2024 führt sie unter der Lagenummer 320103 mit 5,8 Hektar bestockter Rebfläche.

Topografie und Boden

Die flache Lage befindet sich nahe dem Rhein auf etwa 60 Metern über dem Meeresspiegel, zwischen der Bundesstraße B42 und der durch Hammerstein führenden Ortsstraße. Der Boden wird als kräftiger, leicht kalkhaltiger Lehm beschrieben, der teilweise mit Schiefer durchsetzt ist und eine hohe Wasserspeicherfähigkeit besitzt.

Rebsorten und Weinstil

Die Lage gilt als besonders geeignet für Burgundersorten, darunter Weißburgunder. Aus Hammersteiner Hölle sind außerdem Riesling, Dornfelder und Würzer dokumentiert. Ein trockener Weißburgunder aus der Lage wurde als fruchtig, schlank und lebhaft beschrieben; außerdem werden die Weine als fruchtig-würzig und intensiv aromatisch charakterisiert.

Name und dokumentierter Ausbau

Der Name Hölle wird wahrscheinlich von den althochdeutschen Begriffen „halda“ oder „helda“ für Hang oder Abhang abgeleitet. Für eine rund ein Hektar große Weißburgunder-Parzelle ist für den Jahrgang 2007 eine selektive Lese vollreifer und gesunder Trauben am 10. und 11. Oktober bei 70 Hektolitern je Hektar dokumentiert. Die Trauben wurden rasch verarbeitet, der Most geklärt und drei Wochen lang konstant bei 18 °C vergoren.

Anbaugebiet
Mittelrhein

Ausgewählte Weine

Wein aus Deutschland