Lage und Einordnung
Die Hölle trägt den gesetzlichen Namen Johannisberger Hölle. Sie ist eine Einzellage im Rheingau und liegt im Weinbaugebiet Johannisberg von Geisenheim. Der Weinberg erstreckt sich am Hang von Johannisberg in Richtung Elsterbach.
Klima und Böden
Die Lage ist windgeschützt und erhält in der offenen Rheinebene volle Sonneneinstrahlung. Am frühen Abend strömt kühle Luft aus dem nahe gelegenen Wald durch das Elsterbachtal über die Weinberge. Die süd-südwestliche Ausrichtung, eine Höhe von etwa 140 bis 150 Metern und eine Hangneigung von 20 bis 40 Prozent prägen die Topografie.
Als Böden werden verwitterbarer Taunusquarzit sowie steiniger, kiesiger Lehm mit guter Wasserspeicherfähigkeit beschrieben. Daneben kommen Lehm- und Lössböden sowie Mischböden mit Kies und Steinen vor.
Reben und Weinstil
Für den als VDP.GROSSE LAGE® klassifizierten Bereich von 5,41 Hektar ist Riesling ausgewiesen. Die Weine der Johannisberger Hölle werden als frisch und lebendig mit feiner Säure und mineralischem Charakter beschrieben.
Name und Geschichte
Der Name Hölle wird von Halde im Sinn eines steilen Hangs hergeleitet, nicht von Hitze. Die Lage ist seit etwa 1180 unter der Form „helda in monte sancti Johannis“ beziehungsweise „Helda in Monti Sanctis Johannis“ dokumentiert.