Lage und Einordnung
Heitersbrünnchen ist eine gesetzlich abgegrenzte Einzellage in der Großlage Sankt Alban im Bereich Nierstein. Die Weinlage liegt in der Gemarkung Bodenheim in Rheinhessen und umfasst laut Weinlagenregister, Stand Ernte 2024, 50,0 Hektar bestockte Rebfläche. Sie trägt die Weinlagennummer 720903.
Ausrichtung und Böden
Die Bodenheimer Einzellagen einschließlich Heitersbrünnchen sind als Südhänge dokumentiert. In der Lage kommen Löss über Pararendzina sowie Kalkstein über Rendzina vor. Die Löss-Pararendzina-Böden werden als tiefgründiger, kalkhaltiger heller Lehm mit tonigem Schluff und hoher pflanzenverfügbarer Wasserspeicherkapazität beschrieben. Die Kalkstein-Rendzina-Böden sind flach- bis mittelgründig, sehr kalkhaltig, steinig und sandig-lehmig und weisen eine begrenzte pflanzenverfügbare Wasserspeicherkapazität auf.
Rebsorten und Weinstil
Für die südexponierten Bodenheimer Einzellagen einschließlich Heitersbrünnchen sind Riesling, Silvaner, Kerner und Burgundersorten dokumentiert. Mit Löss-Pararendzina werden Weine mit Aromen von gelben Früchten, Apfel, Pfirsich, Birne und Zitrus sowie einem schlanken, erfrischenden Stil und milder Säure verbunden. Die Kalkstein-Rendzina wird mit Zitrus, Apfel, Stachelbeere, Mango und Passionsfrucht sowie ausgewogener Säure und mineralisch-kreidigen Eigenschaften beschrieben.
Namensherkunft
Innerhalb der Weinlage entspringt eine kleine Quelle. Das namensbestimmende Element Heitersbrünnchen wird von einem Personennamen hergeleitet.