Lage · Württemberg

Halde

Lage und Standort

Halde ist eine benannte Weinberglage innerhalb von Stuttgart. Der Weinberg liegt direkt unterhalb des städtischen Weinguts. Der Boden enthält Muschelkalk. Die Lage wird als warm beschrieben, wodurch die Trauben rasch reifen; zugleich ist der Erhalt einer ausreichenden Säure eine dokumentierte weinbauliche Anforderung.

Rebsorten und Bepflanzung

In Halde stehen Riesling, Trollinger und Chardonnay. Die dokumentierten Pflanzflächen umfassen 179,2 Ar Riesling aus den Jahren 1992 und 1975, 63,9 Ar Trollinger aus dem Jahr 2000 sowie 20 Ar Chardonnay aus dem Jahr 2018. Der Riesling war laut einer Weinbaustatistik von 2015 mit 65 Prozent der bepflanzten Fläche die vorherrschende Rebsorte. Die Trollingerflächen bilden den größten zusammenhängenden Trollingerbestand des städtischen Weinguts.

Weinbereitung

Der Riesling aus Halde wird entweder als eigenständiger Wein ausgebaut oder in geeigneten Jahren als Grundwein für Schaumwein verwendet. Der Chardonnay ist als Morillon-Typ aus der Steiermark dokumentiert; seine erste dokumentierte Ernte erfolgte 2019. Im Keller reift er in einem gebrauchten kleinen Holzfass, durchläuft eine kurze Maischestandzeit und lagert anschließend längere Zeit auf der Vollhefe.

Geschichte und Schutzstatus

1950 bewirtschaftete das städtische Weingut in den zusammengefassten Weinbergflächen Halde und Zuckerle ungefähr fünf Hektar. Ein schweres Hagelereignis zerstörte am 15. August 1972 die Reben in Halde; 1973 wurde die Lage wieder unter den vom städtischen Weingut bewirtschafteten Flächen geführt. Halde ist außerdem in der Stuttgarter Satzung über die landwirtschaftlichen Nachbarrechte vom 25. Mai 1970 als geschützte Weinberglage aufgeführt.

Orte
Stuttgart
Anbaugebiet
Württemberg

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