Lage und Einordnung
Goldberg ist eine gemeindeübergreifende Einzellage in der Weinbauregion Rheinhessen mit Parzellen in den Gemarkungen Alsheim und Mettenheim. Die Lage gehört zum Bereich Nierstein und zur Großlage Krötenbrunnen. Der Alsheimer Teil liegt auf etwa 85 bis 90 Metern über dem Meeresspiegel.
Böden und Weincharakter
Dokumentiert sind Löss und Kolluvisol mit humusreichem Oberboden und sehr guter Durchwurzelbarkeit. Diese Bereiche stehen für gepufferte Säure sowie zunächst zurückhaltende, geradlinige Weine mit Noten von gelben Früchten, Apfel, Birne, Pfirsich, Kreide und Rauch.
Weitere Böden aus Kies, Sand und Ton sind als Rigosol klassifiziert. Die glazialen Flussablagerungen sind mäßig tief, gut durchlässig und belüftet, speichern jedoch nur begrenzt pflanzenverfügbares Wasser. Sie erwärmen sich leicht, sind nährstoffarm und mäßig bis gut durchwurzelbar. Die Weine zeigen Pinot-Affinität, häufig Rotweinstile, kräuterwürzige Aromen, feste Struktur, Frische, Saftigkeit und Reifepotenzial.
Bezeichnung und Flächendaten
Der Name ist 1523 als am goldtberg dokumentiert. Die regionale Weinbehörde erklärt ihn als Ausdruck von Wertschätzung und nicht als Verweis auf Edelmetall. Im Weinlagenverzeichnis Rheinland-Pfalz von 2024 trägt Goldberg die Einzellagennummer 720501.
Für Goldberg sind 139,6 Hektar bestockte Rebfläche in Alsheim und 84,2 Hektar in Mettenheim erfasst, insgesamt 223,8 Hektar.