Lage und Geschichte
Der Hattenheimer Engelmannsberg liegt im Rheingau bei Eltville am Rhein, westlich der Straße von Hattenheim zum Kloster Eberbach. An seiner Südseite reicht die Weinlage bis zur Rheingau-Bahnlinie. Der Name wird mit dem Adligen Engilmann und seiner Ehefrau Elisabeth von Hattenheim verbunden, die ihren gesamten Besitz 1321 dem Kloster Eberbach stifteten.
Relief und Mikroklima
Die nach Süden bis Süd-Südwesten ausgerichtete Lage befindet sich auf etwa 80 bis 95 Metern Höhe und weist Neigungen von rund 10 bis 30 Prozent auf; örtlich werden bis zu 14 Grad beschrieben. Eine Senke sammelt im Winter Kaltluft und kann in ausreichend kalten Jahren Bedingungen für die Erzeugung von Eiswein bieten. Vorhandene Natursteinmauern speichern tagsüber Sonnenwärme und geben sie nachts an die Reben ab.
Böden und Weinbau
Die Böden bestehen aus tiefgründigem Löss, Lösslehm und tonigem Lehm und verfügen über eine hohe Wasserspeicherfähigkeit. Tief reichende Reben können dadurch auch in trockenen oder heißen Perioden Wasser und Nährstoffe halten. Weinbergshecken sowie einzelne alte Natursteinmauern dienen der Einfriedung.
Rebsorte und Einordnung
Riesling ist die vom VDP ausgewiesene klassifizierte Rebsorte des Hattenheimer Engelmannsbergs. Die daraus erzeugten Rieslinge werden als würzig, säurebetont und lagerfähig beschrieben. Hattenheimer Engelmannsberg ist als Einzellage im Rheingau dokumentiert und vom VDP als VDP.ERSTE LAGE® klassifiziert. Für Engelmannsberg-Eiswein werden die Trauben von Hand gelesen, möglichst schnell im gefrorenen Zustand gepresst und im Keller verarbeitet.