Lage und Ausdehnung
Der Bischofsberg, auch Rüdesheimer Bischofsberg genannt, ist eine Weinlage in Rüdesheim am Rhein im Rheingau. Als westlichste Rheingauer Weinlage mit Sedimentböden umfasst sie etwa 34 Hektar. Das Gelände ist sanft geneigt und überwiegend nach Süden ausgerichtet.
Böden und Klima
Die Böden bestehen aus tiefen Löss- beziehungsweise Lösslehmablagerungen mit Steinen und Kies. Sie sind vergleichsweise kalkarm und besitzen eine gute Wasserspeicherfähigkeit. Der Niederwald schützt die Lage vor kalten Nordwinden. Die morgendlichen Wisperwinde verringern anhaltende Feuchtigkeit und fördern ein schnelleres Abtrocknen der Reben.
Rebsorte und Weinstil
Riesling wird in der Lage angebaut und unter der Bezeichnung Rüdesheimer Bischofsberg abgefüllt. Beschreibungen verbinden die Weine mit einem vollen Körper, ausgeprägter Säure und einem reifen Charakter in trockenen Jahren. Belegt sind trockene und feinherbe Rieslinge sowie Kabinett, Spätlese, Auslese und Trockenbeerenauslese mit Reifepotenzial.
Namensgeschichte
Der Name geht auf den Mainzer Erzbischof Siegfried zurück. Im Jahr 1074 genehmigte er die Rodung eines Teils des Rüdesheimer Oberfelds und gewährte den Bewohnern günstige Bedingungen für die Anlage von Weinbergen.