Lage und Einordnung
„Berg“ ist als Einzellagenbezeichnung sowohl in Asperg als auch in Markgröningen in der Weinbauregion Württemberg verzeichnet. Der Asperger Teil wird örtlich als „Asperger Berg“ am Hohenasperg bezeichnet.
Asperger Berg
Die Weinberge am Hohenasperg liegen am terrassierten Südhang des markanten, isoliert aufragenden Hügels. Der Hohenasperg erhebt sich rund 90 Meter über seine Umgebung; der Gipfel liegt auf etwa 356 Metern über dem Meeresspiegel. Geologisch handelt es sich um einen Keuperzeugnisberg mit aufgeschlossenen Schichten aus Tonstein, Karbonatgestein, Sandstein sowie anhydrit- und gipsführenden Formationen. Die Schilfsandsteinschicht trug zur Erhaltung des Hügels bei.
Markgröningen und Weinbau
Für die Landschaft um Markgröningen ist ein mildes Klima mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von etwa 9 °C und einem mittleren Jahresniederschlag von etwa 650 Millimetern dokumentiert. Weinbergflächen liegen dort an steilen Talhängen im Umfeld der Glems- und Leudelsbachtäler. Oberer Muschelkalk tritt offen zutage, während flachgründige, trockene Böden manche Hänge früher auf Terrassenweinbau oder Beweidung beschränkten.
Historie und Bewirtschaftung
Am Hohenasperg ist Weinbau mindestens seit 1652 belegt; die Stadt Asperg führt ihn dort bis ins neunte Jahrhundert zurück. Die südlichen Weinberge sind terrassiert. Seit Ende 2009 ist eine Neuordnung der Rebzeilen am Südhang dokumentiert, außerdem werden Teile der Weinbergmauern seit 2009 in Zusammenarbeit von Behörden, Eigentümern und Pächtern instand gesetzt. Für den Asperger Berg werden Riesling und Trollinger als Rebsorten auf rund 2,5 Hektar bewirtschafteter Fläche angegeben.