Gemeinde und Geschichte
Steigra ist eine Gemeinde im Saalekreis in Sachsen-Anhalt und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Weida-Land. Das Gemeindegebiet umfasst rund 29,65 Quadratkilometer. Erstmals wurde Steigra 880 im Hersfelder Zehntregister erwähnt. Der Weinbau ist durch eine Urkunde aus dem Jahr 1207 belegt, die eine Kirchweihe und Weinberge des Klosters Reinsdorf betrifft.
Landschaft am Rand der Querfurter Platte
Westlich von Steigra liegen die Hahnenberge. Die Hohe Gräte bildet ein südwestliches und südliches Hangsystem am Rand der Querfurter Platte. Die örtliche Weinlandschaft umfasst steile, teils flachgründige und erosionsgefährdete Hänge.
Böden und Weinbauklima
Die geschützten Hänge bei Steigra weisen xerotherme Vegetation auf Muschelkalk auf. Für die Hahnenberge werden Muschelkalk, Buntsandstein und Löss als bodenbildende Materialien beschrieben. An der Hohen Gräte kommen Muschelkalk, Keuper und quarzführender Buntsandstein vor. Das Weinbauklima gilt als trocken und warm; der Anbau konzentriert sich auf süd- und südwestexponierte Hänge.
Reblagen
Die gesetzlich erfasste Einzellage Steigraer Hahnenberge gehört zum Anbaugebiet Saale-Unstrut, Bereich Schloss Neuenburg und Großlage Freyburger Schweigenberg. Ihre bestockte Fläche betrug am 31. Dezember 2024 51,3745 Hektar. Die Karsdorfer Hohe Gräte gehört ebenfalls zum Anbaugebiet Saale-Unstrut und umfasste zu diesem Zeitpunkt 20,0330 Hektar; beteiligt sind Steigra, Karsdorf und Wennungen. Für diese Lage werden unter anderem Weißburgunder, Silvaner, Riesling, Grauburgunder und Traminer genannt. Die Weine werden als mineralisch, dicht und strukturiert beschrieben.