Ort · Württemberg

Leingarten

Weinbau in Leingarten

Leingarten liegt in Württemberg und verfügt über rund 100 Hektar Rebfläche. Der Weinbau in der Region ist bis etwa in das Jahr 800 dokumentiert. Rund 90 Prozent der Flächen wurden flurbereinigt; das zentrale Flurbereinigungsprojekt fand von 1967 bis 1971 statt.

Lagen und Böden

Die wichtigsten Weinberge liegen an steilen, nach Süden ausgerichteten Hängen mit Neigungen von 20 bis 50 Prozent. Die Böden sind geologisch dem Keuper zugeordnet und weisen einen schweren, kalkhaltigen Keuper-Untergrund auf. Der Grafenberg und der Leiersberg zählen zu den dokumentierten Lagen. Am Leiersberg stehen Reben, die älter als 50 Jahre sind; die Zeilen verlaufen westwärts und erhalten im Herbst die volle Südsonne.

Rebsorten und Weinstile

Zu den wichtigsten Rebsorten gehören Trollinger, Schwarzriesling, Riesling, Spätburgunder und Lemberger. Rund 60 Prozent der Rebfläche sind mit roten und 40 Prozent mit weißen Rebsorten bepflanzt. Etwa 80 Prozent der Weine werden trocken oder halbtrocken ausgebaut.

Ausbau und Weinrecht

Dokumentierte Arbeiten umfassen Handlese mit systematischer Selektion, kühle Gärung, Hefelagerung sowie eine verlängerte Reifung im Holzfass. Für ausgewählte Rotweine wird lokales Eichenholz verwendet. Nach deutschem Weinrecht dürfen die Bezeichnungen Steillage und Steillagenwein nur verwendet werden, wenn die Trauben ausschließlich aus Parzellen mit mindestens 30 Prozent Hangneigung stammen. Die örtliche Winzergenossenschaft fusionierte 1971 mit einer Genossenschaftskellerei.

Ausgewählte Weine

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