Lage und Landschaft
Eisingen ist eine Gemeinde im nordwestlichen Enzkreis in Baden-Württemberg. Das rund 8,04 km² große Gemeindegebiet liegt im Pfinzhügelland des südlichen Kraichgaus. Im Westen schließt die Bauschlotter Platte an, während der Gennenbach teilweise die südliche und westliche Grenze bildet.
Die Höhenlage reicht von etwa 207 Metern in den Unteren Herrschaftswiesen im Nordwesten bis rund 360 Metern am Heidenkeller im Südosten. Der Ort entstand in einer Quellmulde am Anfang eines kleinen Tals im Oberen Muschelkalk. Örtliche Gewässer entwässern über Zuflüsse in Richtung Nordwesten zum Kämpfelbach- und Pfinzsystem.
Geologie und Weinbaugeschichte
Östlich von Eisingen liegen die geologischen Erscheinungen des Eisinger Lochs im Oberen Muschelkalk. Sie stehen mit Verkarstungen in Verbindung, die durch die Auflösung evaporitischer Ablagerungen im darunterliegenden Mittleren Muschelkalk entstanden.
An den südexponierten Hängen wurden vermutlich bereits vor 1400 Reben angebaut; der erste bekannte urkundliche Hinweis auf Weinberge stammt aus dem Jahr 1423. Der Weinbau war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eine wichtige Einnahmequelle, bevor Rebenkrankheiten die Erträge minderten und zur Aufgabe von Weinbergen führten.
Eisinger Steig und Alte Kelter
Das Weinbaugebiet Steig ist in historischen Unterlagen auch als Steigweinberg und Eisinger Steig belegt. In den 1960er- und frühen 1970er-Jahren wurde es zusammengelegt und neu geordnet; 1971 wurde die Einzellage Eisinger Steig in die amtliche Weinbergsrolle eingetragen. Nach der Neuordnung wurden unter anderem Müller-Thurgau auf 6 Hektar und Ruländer auf 4 Hektar angepflanzt.
Die Alte Kelter ist eine ehemalige herrschaftliche Zehntkelter. Ein Holzbalken trägt die Jahreszahl 1557, und bis 1949 wurde dort gekeltert. Die historische Anlage arbeitete mit großen hölzernen Kelterpressen und gewichteten Steinsystemen, die einen Druck von bis zu etwa 52,5 Tonnen ermöglichten.