Lage und Landschaft
Ballrechten-Dottingen liegt im Markgräflerland am Übergang vom Schwarzwaldvorland zum Hochschwarzwald. Die Gemeinde befindet sich rund 20 Kilometer südlich von Freiburg, 40 Kilometer nördlich von Basel und 30 Kilometer östlich von Mulhouse. Das Gemeindegebiet umfasst breite Löss- und Lösslehmhügel, die vom Sulzbach durchschnitten werden, sowie Weinbergshänge östlich von Ballrechten. Der Castellberg erreicht etwa 439 Meter Höhe.
Weinbau am Castellberg
Mit etwa 200 Hektar Rebfläche zählt Ballrechten-Dottingen zu den bedeutenden Weinbaugemeinden im Markgräflerland. Die sonnigen Weinberge des Castellbergs liegen auf tertiären und jurassischen Gesteinen. Angebaut werden unter anderem Gutedel, Müller-Thurgau, Spätburgunder, Gewürztraminer und Grauburgunder.
Weinstile und historische Terrassen
Dokumentiert sind trockener Gutedel, trockener Grauburgunder, Gutedel Kabinett, Gutedel Spätlese und Gutedel Trockenbeerenauslese. Ein lokaler Grauburgunder vom Castellberg wurde im Barrique ausgebaut. Die süd- und südostexponierten Terrassen des historischen Weinbergs wurden ab 1784 systematisch angelegt. Mehr als 200 Jahre alte Trockenmauern und Steinstufen prägen die steile Rebfläche.
Geschichte
Ballrechten ist 804 als „villa baldrathinga“ in einem Güterverzeichnis der Abtei Lorsch belegt, Dottingen erstmals 1265. Die beiden ehemals selbstständigen Gemeinden wurden 1971 im Zuge der Gemeindereform vereinigt. Die Winzergenossenschaft Ballrechten-Dottingen entstand 1950. Das Gemeindewappen verweist auf eine mehr als 1.100-jährige Weinbautradition.