Lage und Ausdehnung
Hölle ist eine amtlich geführte Einzellage im Gemeindegebiet von Wonsheim in der Rheingrafenstein-Region und im Binger Raum von Rheinhessen. Die Weinlage umfasst rund 15 Hektar, liegt auf etwa 170 bis 240 Metern Höhe und ist nach Süden ausgerichtet.
Name und Böden
Der Name Hölle wurde historisch mit einer leichten Hangneigung verbunden. Im Jahr 1522 ist die Lage als an den Helden dokumentiert. Zu den beschriebenen Böden zählen Löss über Pararendzina sowie Mergel über Pelosol. Die kalkhaltige, tiefgründige Löss-Pararendzina ist lehmig, reich an tonigem Schluff, speichert viel Wasser und bietet eine gute Durchwurzelbarkeit. Der Mergel-Pelosol ist ein tiefgründiger, stark kalkhaltiger Tonboden aus tonreichen Ablagerungen des Tertiärmeers, dessen Entwässerung und Durchwurzelung eingeschränkt sind.
Weinstil
Auf Löss-Pararendzina entstehen feinfruchtige, erfrischende Weine mit moderater Struktur. Die Mergel-Pelosol-Komponente wird mit volleren, dichten und fruchtbetonten Weinen bei moderater Säure verbunden. Für Scheurebe aus den Wonsheimer Höllenlagen werden klare, feine Frucht, frische Säure, ein mineralischer Abgang und mittlerer Körper beschrieben.
Rebsorten und Ausbau
Aus Hölle sind Scheurebe, Riesling und Huxelrebe dokumentiert. Für einen Riesling aus der Lage werden die Handlese kleiner, lockerbeeriger Trauben, ökologischer Anbau, spontane Gärung und der Ausbau im Edelstahl beschrieben.