Monte Vacano 2019 Robert Weil

Geschichte: Als der Gründer der Domäne, Dr. Robert Weil, 1875 begann, Weinberge im Kiedrich zu kaufen, konnte er dieses besondere Stück des Kiedricher Gräfenbergs dank der Mitgift seiner Frau von der Familie der Adligen von Vacano erwerben. Von da an trug der Riesling aus diesem Paket den Namen Monte Vacano. Der Wein blieb jedoch eine "Familienangelegenheit", die ausschließlich den Familien Weil und Vacano vorbehalten war. In den 1920er Jahren wurde diese Tradition geschlossen, aber jetzt mit dem Jahrgang 2018 wieder aufgenommen, der einen Meilenstein in der Geschichte des trockenen Rheingau-Rieslings darstellt. Die Lage: Der Monte Vacano ist eine Parzelle am Rande des Gräfenbergs im Übergang zum Turmberg und liegt am Kiedricher Ortsrand, unterhalb der Turmruine der ehemaligen Burg Scharfenstein. Die Parzelle umfasst 0,5 Hektar und befindet sich im kühlsten und steilsten Teil des Gräfenbergs, direkt an einer alten Bruchsteinmauer, die parallel zu den Rebzeilen verläuft. Außerdem ist diese Parzelle der Teil des Gräfenbergs mit dem höchsten Phyllit-Schieferanteil im Boden. Der Wein: Am Gaumen ist der Monte Vacano vollmundig, intensiv, dicht, hoch elegant und nahtlos strukturiert. Somit ist es ein unglaublich feiner und ausgewogener trockener Rheingau-Klassiker mit großer Reinheit und einem nachhaltigen und energiegeladenen Anbang. Der Wein ist enorm dicht und intensiv, aber auch raffiniert und perfekt ausbalanciert aufgrund seiner zarten und dennoch strukturierenden Tannine und dieser reifen, feinen und eleganten Säure. Der Abgang ist klar, kristallin und salzig, mit diesem typischen Schiefer-Speichelfluss. Dies ist ein knochentrockener Riesling, und das macht ihn so perfekt ausbalanciert und schlank sowie angespannt und aufregend. Der Monte Vacano gilt als einer der besten deutschen trockenen Rieslinge, sollte allerdings nicht zu jung getrunken werden. Erst ab einem Alter von 10 Jahren beginnt die wahre Trinkreife des Monte Vacanos.

Alkohol   13,0 %
Jahrgang   2019
Volumen   0.75l
Weingut   Weingut Robert Weil
Rebsorte   Riesling
Lage   Gräfenberg
Ort   Kiedrich
Anbaugebiet   Rheingau
Land   Deutschland
Flaschen   3
Eingelagert   12.10.2022

300,00 € / Flasche

400,00 € / Liter

1 Flaschen verfügbar


Die Lage Gräfenberg

Lage und Topografie

Gräfenberg ist eine Weinlage in Kiedrich im Rheingau. Die südwestlich ausgerichtete Hanglage liegt auf etwa 230 Metern Höhe und weist Neigungen von bis zu 60 Prozent auf. Sie befindet sich im geschützten Kiedricher Tal und zählt zu den steilsten Weinlagen des Rheingaus.

Klima und Böden

Taunus-Abwinde sorgen für Luftzirkulation in der Lage und unterstützen eine lange Reifezeit der Trauben. Die mittel- bis tiefgründigen Böden sind steinig und grobkörnig, enthalten einen hohen Anteil an Phyllit sowie etwas Lösslehm. Wasserhaltende Lösslehmschichten fördern gemeinsam mit dem steinigen Untergrund eine tiefe Durchwurzelung und eine ausgewogene Wasserversorgung der Reben.

Rebsorte und Weinstil

Für Gräfenberg ist Riesling als Rebsorte dokumentiert. Die Weine werden mit feiner Säure, mineralischem Charakter, Komplexität, Eleganz und Finesse beschrieben. Die Lage bringt sowohl trockene als auch edelsüße Rieslinge hervor und ist als VDP.GROSSE LAGE® klassifiziert.

Historische Belege

Die Lage wurde 1109 als „mons rhingravii“ dokumentiert; in Urkunden von 1258 und 1259 erscheint der Name „Grevenberg“. Rieslinge aus Gräfenberg vom Weingut Robert Weil erlangten im späten 19. Jahrhundert internationale Anerkennung. Die Riesling Auslese des Jahrgangs 1893 wurde an europäische königliche und kaiserliche Höfe geliefert.

Über das Weingut

Lage und Weinberge

Das Weingut Robert Weil liegt in Kiedrich im Rheingau in Deutschland. Die Weinberge befinden sich an den Ausläufern des Taunus und reichen bis auf etwa 240 Meter Höhe. Kiedricher Klosterberg, Turmberg und Gräfenberg sind südwestlich ausgerichtete Steillagen mit Neigungen von bis zu 60 Prozent. Sonneneinstrahlung, hohe Temperaturen und die Luftzirkulation durch Taunuswinde prägen die Standortbedingungen.

Böden und Weinbau

Die Böden der Lagen sind steinig und grobkörnig. Im Klosterberg finden sich unter anderem devonischer Buntschiefer, Phyllit und Serizitgneis; der Turmberg weist Schiefer sowie hohe Phyllitanteile und Lösslehm auf. Im Gräfenberg wechseln sich Phyllit, Lösslehm und wasserspeichernde Schichten ab. Das Weingut bewirtschaftet rund 90 Hektar vollständig zertifiziert ökologisch, mit organischem Dünger, Begrünung und ohne Herbizide. Die Reben stehen mit etwa 5.000 bis 6.000 Pflanzen je Hektar, manche sind über 50 Jahre alt.

Riesling und Ausbau

Das Weingut baut ausschließlich Riesling an. Die Lese beginnt in der Regel frühestens im Oktober und erfolgt selektiv von Hand in wiederholten Durchgängen. Je nach Weinstil entstehen körperreiche trockene Rieslinge sowie leichtere, fruchtigere und natürlich süße Weine bis zum Trockenbeerenauslese-Niveau. Nach schonender Pressung werden die Moste durch natürliche Sedimentation geklärt und etwa sechs bis zwölf Wochen temperaturkontrolliert vergoren. Körperreiche trockene Weine reifen in Holzfässern, leichtere und süße Weine in Edelstahltanks.

Geschichte und Lagenklassifikation

Dr. Robert Weil erwarb 1867 erste Weinberge am Kiedricher Berg und gründete das Weingut im 19. Jahrhundert. Seit 1907 ist es Mitglied im Verband Deutscher Prädikatsweingüter. Der Kiedricher Klosterberg, Kiedricher Wasseros und Kiedricher Turmberg sind als VDP.ERSTE LAGE geführt, der Kiedricher Gräfenberg als VDP.GROSSE LAGE. Der Turmberg wurde 2005 als 3,8 Hektar großes Monopol des Weinguts wieder als Einzellage ausgewiesen.

Unser Versprechen

Große Weine – Perfekt gelagert