Die südlich ausgerichtete Steillage „Nonnenberg“, ist von tiefgründigen, grusigen Phyllitböden geprägt. Die fünf Hektar große Rebfläche ist im Alleinbesitz des Weinguts Georg Breuer und mit zum Teil über 50 Jahre alten Reben bestockt. Unheimlich druckvoller Riesling. Mineralisch mit herber Struktur. Komplex am Gaumen, würziger roter Apfel, saftige Zitrusfrucht und lebendige Griffigkeit. Dazu eine feine Würze und dezente Schärfe.
| Alkohol | 12,0 % | |
| Jahrgang | 2020 | |
| Volumen | 0.75l | |
| Weingut | Weingut Georg Breuer | |
| Rebsorte | Riesling | |
| Lage | Nonnenberg | |
| Ort | Rauenthal | |
| Anbaugebiet | Rheingau | |
| Land | Deutschland | |
| Eingelagert | 16.11.2022 |
Nonnenberg ist eine Einzellage in Rauenthal im Rheingau. Die gesetzlich aufgeführte Weinlage umfasst 5,6 Hektar und ist ausschließlich mit Riesling bestockt.
Die Lage befindet sich an einem steilen, nach Süden ausgerichteten Hang. Ihre tiefen, steinigen Phyllitböden werden im unteren Hangbereich von Löss und Lehm ergänzt.
Das Weingut Georg Breuer besitzt den Nonnenberg allein. Einige Reben sind nach Angaben des Erzeugers mehr als 70 Jahre alt. Der Name verweist auf Nonnen der Abtei Tiefenthal, die den Hang und zugehörige Gebäude früher besaßen und bewirtschafteten.
Der mit der Lage verbundene Riesling steht für vollmundige Weine mit feiner Würze und rassiger Säure sowie für ein längeres Reifepotenzial. Der Jahrgang 2020 wird als äußerst kraftvoll, mineralisch, herb strukturiert und komplex mit würzigen Noten von rotem Apfel und saftiger Zitrusfrucht beschrieben. Für den Jahrgang 2022 dokumentierte der Erzeuger manuelle Weinbergsarbeit, eine präzise Traubenauswahl und elf Monate Reife in alten Fässern mit 1.200 und 600 Litern Volumen.
Das Weingut Georg Breuer bewirtschaftet insgesamt 40 Hektar Rebfläche in Rüdesheim, Rauenthal und Lorch im Rheingau. Davon liegen 25,5 Hektar in Rüdesheim, 6,5 Hektar in Rauenthal und 8 Hektar in Lorch; 65 Prozent der Flächen befinden sich in Steillagen.
Die Weinberge sind zu 86 Prozent mit Riesling bepflanzt, hinzu kommen 10 Prozent Pinot Noir, 3 Prozent Pinot Gris sowie gemeinsam 1 Prozent Pinot Blanc, Orléans und Heunisch. Der Pfaffenwies in Lorch ist südwestlich ausgerichtet, weist bis zu 45 Prozent Hangneigung auf und liegt auf etwa 90 bis 160 Metern Höhe. Seine Böden bestehen aus steinigem Hunsrückschiefer und Taunusquarzit, in den unteren Bereichen ergänzt durch Löss. Der Rüdesheimer Berg Schlossberg ist von Schiefer und Quarzit geprägt, während im Rauenthaler Nonnenberg tiefe Phyllitböden mit Schotterauflagen vorherrschen.
Das Weingut erzeugt trockene Weine aus den Rheingauer Lagen. Die orts- und lagenbezogenen Weine werden als komplex und lagerfähig beschrieben. Rieslinge aus dem Pfaffenwies zeichnen sich durch ausgeprägte Mineralität und Säure aus, die Weine aus dem Nonnenberg durch Kraft. Orléans wird seit 2000 an den Hängen des Rüdesheimer Berg Schlossberg angebaut und in kleinen Holzfässern ausgebaut. Der seit 1987 erzeugte Georg Breuer Brut aus Pinot Blanc, Pinot Gris und Pinot Noir reift elf Jahre auf der Feinhefe in der Flasche, bevor er degorgiert wird.
Bernhard Scholl und Albert Hillebrand gründeten das Weingut 1880 als Teil eines Weinhandelsunternehmens. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts befindet es sich im Besitz der Familie Breuer. Georg Breuer erweiterte den Betrieb und den Weinexport; später vergrößerten seine Söhne Heinrich und Bernhard die Rebflächen. Theresa Breuer übernahm nach dem Tod von Bernhard Breuer im Mai 2004 die Leitung und führt das Weingut heute mit Unterstützung langjähriger Mitarbeiter. Die Weinberge werden nach naturorientierten Richtlinien bewirtschaftet. Das Weingut verzichtet nach eigenen Angaben auf Herbizide und Pestizide, setzt auf angepasste Bodenbearbeitung und begrünt die Flächen mit Leguminosen. Es ist Gründungsmitglied von FAIR’N GREEN und beteiligt sich am Biodiversitätsprojekt AmBiTo.