Château Cheval Blanc 2007 Château Cheval Blanc

Der Grand Vin des Château Cheval Blanc ist eine Cuvée aus Cabernet Franc und Merlot. Die Reben, aus denen dieser großartige Wein hergestellt wird, haben ein durchschnittliches Alter von rund 40 Jahren und wachsen auf sieben Meter dicken Kiesablagerungen, die aus der Günz-Eiszeit stammen. Die Zusammensetzung der Cuvée bestand in diesem Jahr aus nur 24% Cabernet Franc. Dafür 75% Merlot und 1% Cabernet Sauvignon. Die Farbe des Weins ist intensives rot mit dunklen Reflexen. In der Nase komplex mit Noten schwarzer Johannisbeere, Maulbeere, Zedernholz, dazu Feigen, Pflaumenkonfitüre, Zimt und Muskatnuss. Kaffee und Lakritz sind ebenfalls vorhanden. Der Wein besitzt eine gute Struktur mit gut-eingebettetem Tannin und einem endlos langen Abgang.

Alkohol   13,0 %
Jahrgang   2007
Volumen   0.75l
Weingut   Château Cheval Blanc
Rebsorte   Cuvée
Lage   Saint-Émilion
Ort   Saint-Émilion
Anbaugebiet   Bordeaux
Land   Frankreich
Eingelagert   20.06.2022

570,00 € / Flasche

760,00 € / Liter

1 Flaschen verfügbar


Die Lage Saint-Émilion

Lage und Landschaft

Saint-Émilion bezeichnet eine Appellation mit einem abgegrenzten Weinbaugebiet, das sich über neun Gemeinden rund um die Stadt Saint-Émilion erstreckt. Das Gebiet gehört zum Bordeaux-Klima und weist zugleich etwas kontinentalere Bedingungen, wärmere Temperaturen sowie gelegentliche mediterrane Einflüsse auf. Die Landschaft ist von einem Kalksteinplateau, abrupten linearen Hängen und amphitheaterförmigen Tälern geprägt; die Geländekante erreicht etwa 100 Meter Höhe.

Böden und Untergrund

Im zentralen Plateau steht tertiärer Astéries-Kalkstein an. Daneben kommen flachgründige Kalk- und sandig-schluffige Böden, tonig-kalkige sowie tiefere schluffig-tonige Böden, Molasse von Fronsadais, quartäre Sand- und Tonablagerungen, kiesige Anhöhen sowie alluviale Kiese, Sande und Schluffe vor. Der historische Steinabbau schuf unter der Stadt und den umliegenden Plateaus ein ausgedehntes unterirdisches Galeriennetz, das teilweise als Weinkeller genutzt wird.

Rebsorten und Weinstil

Die Appellation ist für trockene, stille Rotweine bestimmt. Merlot ist die vorherrschende Rebsorte und bringt Farbe, rote und schwarze Fruchtaromen, Rundheit und geschmeidige Tannine ein. Cabernet Franc ergänzt mit aromatischer Finesse, Frische und tannischer Struktur, Cabernet Sauvignon mit würzigen Noten, Tannin und Reifefähigkeit. Zugelassen sind außerdem Carménère und Cot; Petit Verdot darf höchstens zehn Prozent der Rebflächen ausmachen.

Geschichte und Vorgaben

Der Weinbau in der Umgebung reicht wahrscheinlich bis in die römische Besatzungszeit zurück. Die mittelalterliche Jurade prägte die historische Weinverwaltung, 1884 entstand in Saint-Émilion ein Weinbausyndikat. Die Appellation d’origine contrôlée wurde 1936 anerkannt, und die Weinbaulandschaften von Saint-Émilion sind seit 1999 als Kulturlandschaft in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen. Für den Anbau gelten unter anderem eine Mindestdichte von 5.500 Rebstöcken je Hektar und ein regulierter Ertrag von 53 Hektolitern je Hektar bei einer Höchstgrenze von 65 Hektolitern. Die Weine müssen mindestens bis zum 31. März des auf die Ernte folgenden Jahres reifen und dürfen ab dem 15. April dieses Jahres für Verbraucher freigegeben werden.

Über das Weingut

Lage und Terroir

Château Cheval Blanc liegt in der Gemeinde Saint-Émilion am Rand des Gebiets von Pomerol in der Region Bordeaux in Frankreich. Das Gut befindet sich zwischen Saint-Émilion und Pomerol und teilt die quartäre Schwemmlandformation der Isle mit vielen Weinbergen von Pomerol. Die Böden bilden ein Mosaik aus Lehm, Kies und Sand. Einige Parzellen bestehen überwiegend aus Lehm und kleinen Kieseln, andere aus feinem Kies und Sand.

Reben und Weinbergarbeit

Der Weinberg ist zu 55 Prozent mit Cabernet Franc, zu 40 Prozent mit Merlot und zu 5 Prozent mit Cabernet Sauvignon bepflanzt. Château Cheval Blanc berücksichtigt die Besonderheiten jeder Parzelle durch unterschiedliche Schnitt- und Knospenauswahl, Grünlese, gezielte Laubarbeit und getrennte Leseentscheidungen. Während der Vegetationsperiode werden Bodentemperatur, Wasserversorgung und Mineralstoffversorgung gemessen; außerdem werden die phenolische Entwicklung und die Reife der Trauben parzellenweise verfolgt.

Das Gut hat die Bodenbearbeitung durch Pflügen eingestellt, begrünt die Zwischenreihen und verbindet im Rahmen seines agroökologischen Programms Polykultur mit Biodiversitätsmanagement. Zu den dokumentierten klimatischen Risiken zählen Frühjahrsfrost, Trockenheit, starke Niederschläge und Hagel.

Geschichte

Die moderne Entwicklung des Guts begann 1832 mit dem Erwerb seines Kerns durch Jean-Jacques Ducasse. Spätere Zukäufe von Parzellen aus dem Besitz von Château Figeac bildeten das heutige Anwesen. Jean Laussac-Fourcaud bepflanzte in der Mitte der 1860er-Jahre einen Teil der Fläche zu ungefähr gleichen Anteilen mit Merlot und Cabernet Franc; diese Neubepflanzung war 1871 abgeschlossen. Der Wein wurde 1852 erstmals unter dem Namen Cheval Blanc vermarktet und erhielt 1862 bei der Weltausstellung in London eine Bronzemedaille. Bernard Arnault und Baron Albert Frère erwarben Château Cheval Blanc im Herbst 1998.

1954 wurde das Gut in der ersten Klassifikation von Saint-Émilion als Premier Grand Cru Classé A eingestuft. Im Juli 2021 zog es sich aus der Klassifikation zurück, anstatt an der Klassifikation von 2022 teilzunehmen.

Vinifikation und Weine

Die Trauben der einzelnen Parzellen werden separat vinifiziert, wobei jede Parzelle einem bestimmten Gärbehälter zugeordnet ist. Für die alkoholische Gärung werden auf Basis einheimischer Hefen vorbereitete Hefen eingesetzt; das Umpumpen erfolgt manuell, und die Proben jedes Behälters werden täglich verkostet. Der biologische Säureabbau findet bei etwa 20 °C in den Behältern statt. Presswein bleibt vom Erst- und Zweitwein getrennt. Anschließend reifen die Weine etwa 16 bis 18 Monate in französischen Eichenfässern in einem Keller mit ungefähr 14 °C.

Weine aus Lehmparzellen werden als samtig mit weichen Tanninen beschrieben, während Kiesparzellen aromatischere und elegantere Weine hervorbringen. Die Cuvées verbinden nach Darstellung des Guts Kraft, Eleganz und komplexen aromatischen Ausdruck und sollen Terroir sowie die klimatischen Bedingungen des jeweiligen Jahrgangs widerspiegeln. Le Petit Cheval wird seit 1988 aus Trauben desselben Terroirs und denselben Rebsorten erzeugt; ausgewählt wird er aus ungefähr einem Viertel der Ernte.

Unser Versprechen

Große Weine – Perfekt gelagert